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Streik Lehrer streiken in Dresden

Sie fordern mehr Geld: Nach Leipzig trifft es jetzt Dresden. Warum die Streikwelle der Lehrer noch längst nicht vorbei ist.

Von dpa Aktualisiert: 23.01.2026, 11:57
Die Gewerkschaft GEW und der Sächsische Lehrerverband hatten zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)
Die Gewerkschaft GEW und der Sächsische Lehrerverband hatten zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild) Sebastian Kahnert/dpa

Dresden - Hunderte Lehrkräfte und Beschäftigte an Schulen haben in Dresden mit einer Kundgebung ein Zeichen in den laufenden Tarifverhandlungen gesetzt. Der Protest richte sich gegen das Ausbleiben eines verhandlungsfähigen Angebots in der laufenden Einkommensrunde, teilte der Sächsische Lehrerverband (SLV) mit. Trotz steigender Belastungen und wachsender Personalprobleme verweigerten die Arbeitgeber weiterhin konkrete Zusagen.

Mindestens 300 Euro mehr gefordert

Die Lehrkräfte im Raum Dresden sind heute ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. Zentrale Forderungen sind unter anderem eine lineare Erhöhung der Einkommen um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die dritte Tarifrunde soll am 11. Februar in Potsdam starten.

„Angesichts von immer mehr Aufgaben an den Schulen und dem massiven Lehrkräftemangel müssen zumindest die Löhne mit den Preissteigerungen der letzten Jahre mithalten“, sagte Burkhard Naumann, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen, laut einer Mitteilung. Die Streikenden in Dresden hätten deutlich gezeigt, dass sie hinter den Forderungen stehen.

„Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung bestehen noch immer gravierende Unterschiede zwischen Ost und West sowie zwischen Ländern, Bund und Kommunen“, sagte Rosi Winkler, SLV-Kreisvorsitzende Riesa-Großenhain, laut Mitteilung. Das betreffe Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, die stufengleiche Höhergruppierung und vermögenswirksame Leistungen.

Weitere Aktionen angekündigt

In der kommenden Woche sind von Montag bis Donnerstag täglich weitere Warnstreiks angekündigt. Den Abschluss bilden eine gemeinsame Demonstration mit Gewerkschaftslandesverbänden aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg in Leipzig sowie eine Kundgebung in Dresden. Zentrale Forderungen sind unter anderem eine lineare Erhöhung der Einkommen um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die dritte Tarifrunde soll am 11. Februar starten.