Krank und geschwächt

Krank und geschwächt: Polizei rettet 101 Welpen aus Transporter

Nürnberg - Kein einziger Dalmatiner, aber 101 Welpen: Nach dem Verdacht auf einen nicht zulässigen Hundetransport sind die über 100 Welpen im Nürnberger Tierheim aufgenommen wurden. Wie die Polizei berichtet, wurde der Transporter mit ungarischem Kennzeichen im Nürnberger Stadtgebiet kontrolliert. Der Wagen habe eine Kennzeichnung für den Transport lebender Tiere gehabt. Im Zuge der Kontrolle wurden die Welpen im Fahrzeug ...

Kein einziger Dalmatiner, aber 101 Welpen: Nach dem Verdacht auf einen nicht zulässigen Hundetransport sind die über 100 Welpen im Nürnberger Tierheim aufgenommen wurden. Wie die Polizei berichtet, wurde der Transporter mit ungarischem Kennzeichen im Nürnberger Stadtgebiet kontrolliert. Der Wagen habe eine Kennzeichnung für den Transport lebender Tiere gehabt. Im Zuge der Kontrolle wurden die Welpen im Fahrzeug festgestellt.

Da es Zweifel an dem Gesundheitszustand, den Papieren und der Beförderung gab, wurde das Tierheim verständigt. Obwohl Futter und Wasser mitgeführt wurde, hatten die Hunde nichts zu essen und zu trinken. Alle Welpen litten unter starkem Durchfall und waren dehydriert. Zwei der Welpen wurden möglicherweise durch den Transport im beengten Käfig geschädigt.

"Die Tiere haben massiv Darmparasiten, Durchfall"

Es wird nun ermittelt, ob es Verstöße gegen die Tierschutzbestimmungen gegeben habe und ob der Transport zulässig gewesen sei. Die Tiere dürften etwa sechs bis elf Wochen alt sein und seien sehr erschöpft. Die Hunde sollten vermutlich aus Ungarn eingeführt werden, um sie mutmaßlich in Ladengeschäften in Belgien zu verkaufen. Für solche Transporte müssten die Hunde normalerweise mindestens 15 Wochen alt und geimpft sein. Wahrscheinlich seien die Tollwut-Impfdokumente der Welpen gefälscht.

Man gehe daher, allein wegen des Alters der Tiere, von einem illegalen Transport aus. "Die Tiere haben massiv Darmparasiten, Durchfall. Wir müssen die Laboruntersuchungen abwarten, ob Viruserkrankungen dazu kommen. Teilweise haben sie Nasen- und Augenausfluss und verschiedene Verletzungen. Es ist sehr durchwachsen", so die Tierheimleiterin Tanja Schnabel.

Insgesamt beherbergt das Nürnberger Tierheim nach eigenen Angaben derzeit 126 Hunde aus solchen Transporten. Man sei deswegen dringend auf Unterstützung angewiesen. Benötigt würden neben Geldspenden auch Bettwäsche ohne Knöpfe und ohne Reißverschluss. Zahlreiche Personen kamen am Montag um ihre Spenden im Tierheim abzugeben. "Wir haben sowieso so viele Decken und Handtücher und bringen öfter was vorbei für die Tiere", so Uwe Spörl. Neben Handtüchern und Decken wurden außerdem zahlreiche Futterspenden abgegeben. Mehr erfahren Sie im Video. (mz)