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Schifffahrt Gestrandetes Segelschiff bei Cuxhaven geborgen

Ein gestrandetes Segelschiff zerbricht bei der Bergung in der Nähe von Cuxhaven in zwei Teile. In der Nacht gelingt die Aktion. Zu retten ist es nicht.

Von dpa 15.02.2026, 10:57
In den Hafen von Cuxhaven wurde ein gestrandetes Segelschiff geschleppt. (Archivbild)
In den Hafen von Cuxhaven wurde ein gestrandetes Segelschiff geschleppt. (Archivbild) Philipp Schulze/dpa

Cuxhaven - Das Ende Januar vor Cuxhaven gestrandete Segelschiff ist in der Nacht geborgen worden. Mit einem Schwimmkran war das historische Schiff zunächst angehoben worden. Dabei war es in zwei Teile zerbrochen, die anschließend auf einen Ponton gehoben wurden. Die Tanks des Schiffs wurden nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) nicht beschädigt, und es kam demnach zu keiner Verunreinigung des Wassers.

„Eine Nachsuche bei Niedrigwasser hat nichts ergeben“, sagte ein Sprecher des (WSA) am Sonntag. „Falls noch kleine Teile an Land geschwemmt werden, freuen sich vielleicht Spaziergänger“. Die Schiffsteile wurden nach Cuxhaven geschleppt. „Nun werden sie verschrottet. Das ist sehr bedauerlich aus Liebhabersicht“, sagte er. 

Bereits am Freitag wurden die Masten und lose Schiffsteile entfernt. Am Samstagabend war bei Niedrigwasser nach verbliebenen Wrackteilen gesucht und später der Ponton samt dem Wrack nach Cuxhaven gebracht worden. 

Das rund 30 Meter lange Traditionsschiff war Ende Januar auf einen Steindamm in der Außenelbe aufgelaufen und saß dort fest. Die Seenotretter und ein Schiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts retteten nach eigenen Angaben vier Segler und einen Hund von Bord.

Mehrere Schiffe im Einsatz

Bei der Bergung waren ein Schwimmkran, zwei Schlepper und ein Arbeitsschiff im Einsatz. Auch Spezialtechnik zum Auffangen von Öl war vor Ort. Zwei weitere Schiffe warnten die vorbeifahrenden Schiffe.

Versuche, das Schiff freizuschleppen, scheiterten zunächst. Die Bergung wurde durch Ostwind und besonders niedrige Wasserstände erschwert, wie die Behörde mitteilte. Das WSA beauftragte schließlich ein Spezialunternehmen.

Die Experten begutachteten den Havaristen vorab und stellten schwere Schäden im Schiffsrumpf fest. „Das ist ein wirtschaftlicher Totalschaden“, sagte der WSA-Sprecher. Auch die Bergung koste viel Geld. Die Behörde spricht von einem sechsstelligen Betrag, den der Eigentümer übernehmen muss.