Schock vor „Horrorhaus“

Geiselwind - Schock vor „Horrorhaus“: 13-Jährige entdeckt Grabstein vom eigenen Opa in Freizeitpark

Lichtenfels - Mit einem großen Schrecken und Tränen endete für eine 13-jährige Schülerin aus dem Landkreis Lichtenfels (Bayern) ein Ausflug in den fränkischen Freizeitpark Geiselwind.

Illustration: Grabsteine stehen auf einem Friedhof.
Illustration: Grabsteine stehen auf einem Friedhof. imago stock&people

Mit einem großen Schrecken und Tränen endete für eine 13-jährige Schülerin aus dem Landkreis Lichtenfels (Bayern) ein Ausflug in den fränkischen Freizeitpark Geiselwind.

Das Mädchen entdeckte vor dem Horrorhaus, einer Gruselattraktion des Parks, den Grabstein des eigenen Großvaters, berichtet das Portal infranken.de. Demnach handelt es ich offenbar um den Original-Grabstein des 1996 verstorbenen Mannes, der dort mit weiteren Steinen als gruselige Dekoration aufgebaut war. Der Vorfall ereignete sich bereits im August bei einem Ausflug der Ministrantengruppe des Mädchens.

Nachdem die Enkelin der Oma von der unglaublichen Entdeckung erzählt hatte, erstattete die fassungslose  Witwe Anzeige. Die 62-Jährige hatte nach Ablauf der 20-jährigen Ruhezeit einen Steinmetz mit der Räumung und fachgerechten Entsorgung der Grabstelle auf einem Friedhof im Landkreis Lichtenfels beauftragt und rund 130 Euro dafür bezahlt. 

Gruselige Entdeckung vor dem Horrorhaus im Freizeitpark Geiselwind

Der Handwerker hatte den Stein aber offenbar nicht wie vereinbart entsorgt, sondern an den Betreiber des Freizeitparks weitergegeben. Der Ärger darüber lässt der Witwe keine Ruhe. Sie fühlt sich betrogen und das Andenken ihres Manns durch die öffentliche Zurschaustellung in den Schmutz gezogen. „Warum hat er nicht wenigstens die Metallbuchstaben abgeschlagen, das wäre doch keine große Mühe gewesen?“, wird die Witwe im Bericht zitiert. 

Der Steinmetz soll der Frau das Geld für die Entsorgung inzwischen zurückgezahlt haben. Der Betreiber des Freizeit-Lands hätte ihm zugesichert, die Inschriften der Steine unkenntlich zu machen. Da das Geisterhaus  im Frühjahr nach einem Verkauf im Park neu aufbaut wurde, kann der neue Betreiber die Herkunft der Steine nicht klären. Er wisse nicht ob die Grabsteine schon da waren, oder im Zuge des Neuaufbaus geliefert wurden.

Nach der Anzeige der Witwe ermittelt die Staatsanwaltschaft Würzburg gegen den Betreiber des Freizeit–Lands. Sollte sich herausstellen, dass noch weitere Steine des „Deko-Friedhofs“ vor dem Horrorhaus originale Grabsteine sind, wird sich das auf das Strafmaß auswirken. Die Herkunft der Steine soll geklärt werden.

Inzwischen seien die Inschriften der Steine auf Weisung der Staatsanwaltschaft entfernt worden. Die Grabsteine selbst würden jedoch noch vor der Grusel-Attraktion stehen. Für die Witwe ein unhaltbarer Zustand - sie würde die sofortige Entfernung für selbstverständlich erachten.  (mz)