Winterwetter Die Glatteisgefahr bleibt - keine Flüge am BER
Mitten in den Ferien stellt der Flughafen zeitweise den Betrieb ein. Eisregen sorgt für Chaos, Unfälle und Verletzte. Und die Wetterprognose verheißt nichts Gutes.

Berlin - Zuletzt konnten nach anhaltendem Eisregen die Berliner Straßenbahnen nicht fahren, jetzt geht auch am Hauptstadtflughafen BER nichts mehr. Und auf den Straßen bleibt Eisglätte ein Risiko für Autofahrer.
Der Flughafen in Schönefeld stellte den Betrieb am frühen Donnerstagabend vorübergehend ein - mitten in den Berliner Winterferien. Zunächst blieb offen, für wie lange. Wie viele Fluggäste davon betroffen waren, ließ sich zunächst nicht sagen. Der größere Teil der für den gesamten Tag geplanten 180 Starts fiel aber aus. Für viele endete die Reise in den Urlaub, bevor sie das Rollfeld betreten hatten.
Starts und Landungen waren aufgrund von Blitzeis nicht möglich, wie eine Flughafensprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Abend sagte. „Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben.“ Ab Mitternacht galt das Nachtflugverbot. „Danach sehen wir am Freitagmorgen weiter“, so die BER-Sprecherin.
Schon während des Tages lief auf dem Flughafen einiges nicht rund. Nach gefrierendem Regen konnten am Morgen keine Maschinen starten. Die erste hob am späten Vormittag ab. Doch der Flugplan geriet dadurch kräftig durcheinander. Manche Flüge verspäteten sich um mehrere Stunden, viele andere wurden gestrichen.
Keine Unwetterwarnung, Glätte bleibt
Tagsüber hatte der DWD bereits die amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis für Berlin und große Teile Brandenburgs aufgehoben. Nur für den Westen und Nordwesten Brandenburgs galt sie noch bis zum Donnerstagabend.
Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam kam es zu einer Reihe von Unfällen. Dabei wurden der Polizei zufolge insgesamt 19 Menschen verletzt. Drei davon kamen ins Krankenhaus. Zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Michendorf (Potsdam-Mittelmark) waren in beiden Fahrtrichtungen jeweils mehrere Fahrzeuge ineinander gefahren.
Entwarnung mit Blick auf Eis und Frost ist nicht in Sicht: Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Berlin und Brandenburg anhaltende Minustemperaturen. Und auch am Freitag könnte es wieder Sprühregen mit Glatteisbildung geben.