Kabinett Bürofläche für Landesverwaltung soll reduziert werden
Homeoffice-Tage gehören für viele Beamte zum Alltag. Damit Büros möglichst wenig leer stehen, sollen sie geteilt werden. Die Gesamtfläche soll sinken. Das Land verfolgt aber auch Neubaupläne.

Magdeburg - Zahl und Fläche der Büros für die Beschäftigten der Landesverwaltung in Sachsen-Anhalt können nach Einschätzung des Finanzministeriums deutlich reduziert werden. Aufgrund von Urlaub, Krankheit, Dienstreisen und Homeoffice werde eine wahrscheinliche Anwesenheitsquote von 75 Prozent angenommen statt bislang 100 Prozent, sagte Finanzminister Michael Richter (CDU) nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. Zusammen mit anderen Faktoren könne der rechnerische Flächenbedarf für Büroarbeit um ein Viertel reduziert werden.
Das Land hat zahlreiche Immobilien angemietet, viele sind aber auch in seinem Eigentum. Aktuell sind es Richter zufolge derzeit 1,4 Millionen Quadratmeter an Flächen. Den neuen Berechnungen zufolge seien es noch rund 900.000 Quadratmeter. Möglich sei ein Einsparpotenzial von bis zu 22 Millionen Euro jährlich. Das Ziel sei, Anmietungen zu reduzieren.
Finanzminister Richter berichtete zudem von Neubauplänen für zwei Ministeriumsbauten. Grundsätzlich sei Eigentum günstiger als Miete. Gleichwohl sei ein erheblicher Betrag notwendig für die Bauten. „Aber wir sind dabei, die Voraussetzungen zu schaffen“, so Richter. Es solle mitgedacht werden, dass Räume vermietet werden können, oder ressortübergreifend Gebäude genutzt werden können.
Bei den Gebäuden, die dem Land gehören, gibt es laut dem Minister einen großen Sanierungsbedarf mit Blick auf die Klimaneutralität. Rund 1.000 Gebäude seien untersucht worden. „Wir kommen zu einem Sanierungsbedarf - vorläufig muss ich jetzt sagen - von 2,6 Milliarden“, so der Finanzminister. Es solle betrachtet werden, auf welche Gebäude man in Zukunft verzichte und zu verkaufen versuche.