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Bis 2045 Berechnung: Niedersachsen schrumpft

435.000 Menschen weniger: Niedersachsen könnte ein Bevölkerungsrückgang drohen – doch nicht überall. Wo im Land Verluste erwartet werden und wo nicht.

Von dpa 24.02.2026, 13:53
In Niedersachsen wird bis 2045 ein flächendeckender Bevölkerungsverlust erwartet. (Symbolbild)
In Niedersachsen wird bis 2045 ein flächendeckender Bevölkerungsverlust erwartet. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Die Zahl der Menschen in Niedersachsen wird sich in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich deutlich verringern. Nach einer Berechnung des Landesamts für Statistik könnten bis 2045 rund 435.000 Personen weniger im Land leben als heute. Das entspricht einem Rückgang von 5,4 Prozent. Ende 2024 hatte Niedersachsen rund acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Es handelt sich bei den Berechnungen nicht um eine exakte Vorhersage, wie die Behörde mitteilte. Demnach spielen die Fachleute verschiedene „Wenn-Dann“-Szenarien durch und treffen Annahmen zur Geburtenrate, Lebenserwartung sowie zur Zu- und Abwanderung. Insgesamt wurden drei Varianten berechnet, die die mögliche Spannbreite bis 2045 zeigen. Die vom Landesamt vorgestellten Zahlen basieren dabei auf der mittleren Variante.

Welche Regionen sind besonders betroffen?

In die Berechnung einbezogen wurden alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen sowie größere Städte mit rund 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und deren jeweiliges Umland. Insgesamt wurden so 89 einzelne Gebiete betrachtet.

Besonders stark von einem Bevölkerungsrückgang betroffen ist demnach der Südosten des Landes sein. In der Region Braunschweig könnte die Bevölkerung bis zum Jahr 2045 um rund 120.000 schrumpfen. Noch deutlicher ist der Rückgang im Landkreis Göttingen: Dort könnten im Jahr 2045 rund 55.000 Menschen weniger leben als Ende 2024. Das wäre ein Minus von 17 Prozent. Ebenfalls kräftige Rückgänge werden für den Heidekreis und den Landkreis Holzminden prognostiziert. 

Wo wird Bevölkerungswachstum erwartet?

Es gibt aber auch Regionen, die vergleichsweise stabil bleiben sollen. In den Landkreisen Ammerland, Peine und Gifhorn wird nur ein leichter Rückgang erwartet. Und in wenigen Orten soll es sogar Zuwachs geben: In Ganderkesee und Nordhorn wird mit einem kleinen Bevölkerungsplus gerechnet. 

Insgesamt zeigen sich der Berechnung zufolge in Regionen im Einzugsgebiet der Städte Hannover und Wolfsburg sowie den Küstenregionen vergleichsweise geringere Bevölkerungsverluste, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt.