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Arbeitsmarktstatistik Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresende

Im Dezember waren in Sachsen-Anhalt rund 2.700 Menschen mehr arbeitslos als im Vormonat. Auch im Jahresdurchschnitt zeigt sich ein Anstieg bei der Arbeitslosenquote. Es sind nicht nur Saisoneffekte.

Von dpa Aktualisiert: 07.01.2026, 11:33
Den Angaben zufolge waren im Dezember 88.561 Menschen arbeitslos gemeldet. (Archivbild)
Den Angaben zufolge waren im Dezember 88.561 Menschen arbeitslos gemeldet. (Archivbild) Oliver Berg/dpa

Halle - Die Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt ist im Dezember auf 8,0 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Regionaldirektion der Arbeitsagentur lag die Arbeitslosenquote damit 0,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Auch im Vergleich zum Vormonat November stieg die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozent.

„Mit Beginn des Winters steigt die Arbeitslosigkeit an“, erklärte der Leiter der Regionaldirektion der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens. „Besonders betroffen sind junge Menschen sowie männliche Arbeitskräfte.“ Besonders in den Außenberufen würden in dieser Jahreszeit mehr Arbeitnehmer freigestellt. Auch nach der rechnerischen Bereinigung der saisonalen Effekte zeige sich ein leichter Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen, so Behrens.

Saisonale Entwicklungen und gedämpfte Erwartungen

Den Angaben zufolge waren im Dezember 88.561 Menschen arbeitslos gemeldet und damit jeweils rund 2.700 mehr als im Vormonat und im Dezember 2024. Aber nicht nur Freistellungen stiegen zum Jahresende, sagte Behrens. Unternehmen stellten vor dem Jahreswechsel häufig zurückhaltender ein. „Die aktuellen Entwicklungen spiegeln typische saisonale Effekte und eine gedämpfte Wirtschaftslage wider.“

Generell waren 2025 im Jahresdurchschnitt 3.700 Arbeitslose mehr gemeldet als im Jahr 2024. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote 2025 lag bei 8,0 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte höher als 2024. Einen leichten Rückgang gab es laut Regionaldirektion 2025 bei der Nachfrage nach Arbeitskräften. So meldeten Arbeitgeber den Arbeitsagenturen insgesamt 39.400 Arbeitsstellen, das waren 300 weniger als noch 2024. Insgesamt waren 2025 im Schnitt 18.800 gemeldete Stellen im Bestand. 2024 waren im Schnitt 20.000 offene Stellen gemeldet.