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Basketball-Pokal Alba vor Top Four mit Personalsorgen: „Timing nicht optimal“

In den letzten beiden Partien musste Alba ohne Point Guards auskommen. Ob sie beim Final Four im Pokal in München wieder mitwirken können, ist offen. Alba setzt auf die Teamchemie.

Von dpa 20.02.2026, 10:17
Alba-Kapitän Jonas Mattisseck freut sich auf die Atmosphäre beim Top Four. (Archivbild)
Alba-Kapitän Jonas Mattisseck freut sich auf die Atmosphäre beim Top Four. (Archivbild) Soeren Stache/dpa

Berlin - Der Zeitpunkt für das Top Four im BBL-Pokal am Wochenende hätte für die Basketballer von Alba Berlin kaum schlechter sein können. Denn ausgerechnet jetzt plagen den Rekordpokalsieger erhebliche Personalprobleme. „Das Timing ist nicht optimal und ein bisschen hart“, sagte Kapitän Jonas Mattisseck. Die Berliner treffen am Samstag im zweiten Halbfinale auf die EWE Baskets Oldenburg (19.00 Uhr/Dyn). Zuvor duellieren sich Gastgeber FC Bayern München und die Bamberg Baskets.

Mit welchem Personal Alba antreten kann, ist aber noch völlig offen. Führungsspieler Martin Hermannsson fällt mit einer Daumenverletzung definitiv aus. Hinter den zwei anderen Point Guards, Jack Kayil und Bennet Hundt, stehen große Fragezeichen. „Wir müssen da sehr vorsichtig sein und abwarten. Aber wir tun, was möglich ist“, sagte Trainer Pedro Calles. Möglicherweise muss Alba – wie in den letzten zwei Partien – wieder ohne Point Guard auskommen – das wäre ein erhebliches Handicap. Zudem meldete sich am Donnerstag noch Flügelspieler Justin Bean krank ab.

Trotzdem Vorfreude auf das Top Four

Deshalb setzt Alba auf seine Teamchemie. „Wir wissen ganz genau, dass es jetzt darauf ankommen wird“, sagte Mattisseck. „Dann müssen halt die Leute einspringen, die das zuletzt gemacht haben“, ergänzte er. Für Sportdirektor Himar Ojeda ist klar, dass sein junges und unerfahrenes Team alles reinhauen muss, um eine Chance zu haben. „Wir müssen an unser Limit gehen. Gelingt uns das nicht, wird es schwierig für uns“, sagte der Spanier.

Trotz aller Schwierigkeiten gibt es aber auch Vorfreude. „Wir sind trotzdem alle heiß. Zusammen mit den Playoffs vielleicht das geilste, was man spielen kann“, sagte Mattisseck. Und die Aussicht auf den ersten Titel der Saison soll genug Ansporn sein. „Ein geiles Gefühl. Wenn du weißt, wenn du zwei Spiele gewinnst, bist du Pokalsieger“, fügte der 26-Jährige hinzu.

Bayern der haushohe Favorit

Doch die Rollen scheinen klar verteilt zu sein. Die Bayern „sind der klare Favorit“, sagte Calles. Und Mattisseck ergänzte: „Sie haben einen extrem starken Kader, spielen extrem gut zur Zeit. Die sind der absolute Topfavorit. Für alle anderen heißt es deshalb, alles reinhauen und dann versuchen, sie zu ärgern.“

Zumindest konnte Alba die Bayern in dieser Saison schon einmal schlagen. Eine von nur zwei Ligapleiten für München in dieser Saison. Gegen Bamberg konnten sogar beide Partien gewonnen werden. Aber ausgerechnet gegen Halbfinalgegner Oldenburg verloren die Berliner noch Anfang Januar. „Zusammen mit den Bayern sind sie das aktuell formstärkste Team“, warnte deshalb Calles, der selbst dort zwei Jahre Trainer war. „Und sie haben viel Selbstbewusstsein“, ergänzte Ojeda.