Fußball-Coach ist Handball-Fan 96-Trainer Titz wünscht sich Auszeiten wie im Handball
Hannover-Coach Titz ist Handball-Fan. Der Fußball könnte sich von der Sportart etwas abschauen, meint der Coach.

Hannover - Trainer Christian Titz von Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat sich anlässlich der Handball-Europameisterschaft eine Regeländerung im Fußball gewünscht. Als Trainer wären für ihn die Auszeiten „total gut, dass ich in ein Spiel eingreifen kann“, sagte der 54-Jährige vor der kommenden Partie gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag (13.00 Uhr/Sky)
In bestimmten Spielsituationen könne man die Spieler so kurz zu sich holen und bestimmte Dinge anpassen, erklärte Titz. „Wenn das Spiel läuft, gibt es für uns nicht viele Möglichkeiten, um zu coachen“, sagte er.
Titz: Für Trainer „vorteilhaft“
Der Coach kann sich aber vorstellen, wie schwierig ein solches Unterfangen bei der Durchsetzung wäre. Die meisten würden sagen, man solle alles so lassen, wie es ist, meinte Titz. „Wenn du in die anderen Sportarten reingehen würdest, da würde es gar niemanden stören. Bei uns würde es zunächst mal ungewohnt sein. Und das würde auch dazu führen, dass die Leute, wenn die Unterbrechungen sind, sich darüber negativ auslassen, aber für einen Trainer wäre es trotzdem sehr vorteilhaft“, fügte er hinzu.
Er gehe sich öfter Handballspiele anschauen, „weil ich finde es eine total interessante Sportart“. Bis jetzt habe er bei seinen Trainerstationen, darunter der Hamburger SV und der 1. FC Magdeburg, das Glück gehabt, dass an den Standorten Bundesliga-Mannschaften gespielt haben. „Und es freut mich natürlich, dass die Nationalmannschaft bis dato so erfolgreich ist. Und ich wünsche mir, dass wir es weiter so gestalten können.“