Springbrunnen in Alsleben blüht auf

Die vorerst beste Lösung

Weil die Pumpe kaputt ist, sprudelt vorerst kein Wasser. Welche Alternative sich die Verantwortlichen der Stadt überlegt haben.

Von Susanne Schlaikier
Lars Langenberg hat den Springbrunnen in Alsleben unter anderem mit Mini-Petunien bepflanzt. Foto: Susanne Schlaikier

Alsleben - Normalerweise würde er Springbrunnen an der Saale in Alsleben jetzt wohl schon sprudeln. Noch im vergangenen Jahr konnten sich die Alslebener und ihre Gäste an dem Wasserspiel erfreuen. Aber die Pumpe ist kaputt - und wird vorerst auch nicht repariert. Es handele sich um eine 230-Volt-Pumpe, sagt Bürgermeister Alexander Siersleben (CDU), die dort im Wasser stehe. Das dürfe nach heutigen Bestimmungen gar nicht mehr sein. Daher wird sie auch erstmal nicht repariert. Damit der Springbrunnen aber nicht womöglich zu einer Müllablage verkommt, habe man sich überlegt, den Brunnen zu bepflanzen, erläutert der Bürgermeister. „Der Brunnen ist ein zentraler Blickfang in diesem Bereich.“ Mit der Bepflanzung soll er aufgewertet werden.

Wenigstens im Sommer soll der Brunnen schön aussehen

Die Idee dazu hatte Stadtrat Lars Langenberg, der die Gärtnerei „Saaletal“ betreibt. „Es musste kurzfristig eine ansehnliche Lösung her“, sagt der Gärtnermeister. Daher haben die Mitarbeiter des Bauhofes in dieser Woche den Springbrunnen mit Erde befüllt - und Langenberg hat die Fläche bepflanzt: Mini-Petunien, Geranien, Spinn- und Fächerblumen werden hier in den nächsten Wochen blühen und damit für einen Farbtupfer direkt am Saaleradweg sorgen. Die Pflanzen hat Langenberg für seine Heimatstadt gesponsert.

„Es ist ein Versuch, den Springbrunnen in diesem Sommer schön aussehen zu lassen“, sagt Bürgermeister Alexander Siersleben, der damit auch klar macht, dass es sich nur um eine vorübergehende Lösung handelt. Denn es habe schon anderslautende Gerüchte gegeben.

„Wo es genau hingeht, steht noch nicht fest“

In Zukunft ist geplant, den Springbrunnen zu sanieren beziehungsweise abzureißen und neu aufzubauen. „Wo es genau hingeht, steht noch nicht fest“, sagt er zwar. Auch zu den Kosten kann er noch nichts sagen. Das Vorhaben soll aber mit Hilfe von Geld aus dem Fluthilfefonds realisiert werden. Und Siersleben könnte sich auch vorstellen, dass nach der Sanierung wieder Bänke aufgestellt werden, wie es sie schon einmal gab. Das aber alles sind nur Gedankenspiele - und in diesem Jahr sicher nicht mehr umzusetzen. Und sollte es mit der Sanierung doch etwas länger dauern, könnte sich Langenberg vorstellen, den Brunnen auch im nächsten Frühjahr noch einmal zu bepflanzen. (mz)