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Wechsel der Jahreszeiten Vollmond am 3. März: Lenzmond bringt Frühlingsgefühle nach Sachsen-Anhalt

Am 3. März steht ein Vollmond in der Nacht am Himmel über Sachsen-Anhalt. Traditionell gilt er als Lenzmond und Symbol für den Beginn des Frühlings. Welche kuriosen Namen der März-Vollmond noch trägt.

Von Franziska Peinelt Aktualisiert: 02.03.2026, 12:28
Der Lenzmond im März gilt traditionell als Vorbote des Frühlings.
Der Lenzmond im März gilt traditionell als Vorbote des Frühlings. (Foto: Imago/Steve Bauerschmidt)

Magdeburg/Halle (Saale)/DUR. – Am 3. März erreicht der Mond eine Vollmondphase und gilt damit traditionell als Vorbote des Frühlings. In diesem Monat hat das besondere Himmelsereignis noch andere Namen, die auf die neue Jahreszeit hindeuten sollen. 

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Zusätzlich kommt es zu einer Mondfinsternis, die allerdings nicht in Sachsen-Anhalt sichtbar sein wird.

Lenzmond am 3. März über Sachsen-Anhalt

Der März-Vollmond wird seit Jahrhunderten auch Lenzmond oder Lenzing genannt. Der Begriff "Lenz" leitet sich vom althochdeutschen Wort "lenzo" ab und steht für Frühling. 

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In diesem Jahr passt die Bezeichnung besonders gut. Sonnige Tage und zweistellige Temperaturen unterstreichen in Sachsen-Anhalt den Eindruck eines frühen Saisonwechsels.

Vollmond in Europa, Mondfinsternis woanders

Bei Vollmond stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie, wobei die Erde zwischen Sonne und Mond positioniert ist. Dadurch kann es zu einer Mondfinsternis kommen, wie der MDR berichtet – so auch am 3. März.

Sichtbar ist dieses Himmelsereignis, das auch Blutmond genannt wird, jedoch nicht in Sachsen-Anhalt. Beobachtet werden kann die Finsternis unter anderem über dem Pazifik sowie in Neuseeland, Japan, Ost-Sibirien, Kanada und Alaska.

Der nächste Vollmond in Sachsen-Anhalt

  • 2. April (Ostermond, Rosa Mond)
  • 1. Mai (Wonnemond, Blumenmond)
  • 31. Mai
  • 30. Juni (Brachmond, Erdbeermond)
  • 29. Juli (Heumond, Bockmond)
  • 28. August (Erntemond, Störmond)
  • 26. September (Herbstmond, Maismond/Erntemond)
  • 26. Oktober (Weinmond, Jägermond/Erntemond)
  • 24. November (Nebelmond, Bibermond)
  • 24. Dezember (Julmond, Kalter Mond)

Krähenmond, Fastenmond und "keuscher Mond"

Der März-Vollmond trägt zahlreiche weitere Beinamen. Als Krähenmond wird er bezeichnet, weil im Spätwinter die Saatkrähen aus östlichen Regionen in ihre Brutgebiete nach Mitteldeutschland zurückkehren.

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Auch der Name Fastenmond ist gebräuchlich. Er bezieht sich auf die christliche Fastenzeit, die mit Aschermittwoch, dem 18. Februar, begonnen hat und bis Anfang April andauert. Der Ausdruck "keuscher Mond" verbindet die Zeit des religiösen Verzichts mit dem Übergang in den Frühling.

Indigene Traditionen: Zucker- und Wurmmond

Das indigene Volk der Algonqiun nennt ihn hingegen den Wurmmond, weil mit dem Tauwetter die ersten Regenwürmer sichtbar werden. "Zu dieser Zeit des Jahres beobachteten sie, wie sich vermehrt Würmer aus dem aufgetauten Boden gruben und so das Erdreich auflockerte", so Dr. Björn Voss, Leiter des Hamburger Planetariums, gegenüber der Frankfurter Rundschau.

Auch in Nordamerika gibt es traditionelle Bezeichnungen. So spricht das Ojibwe-Volk vom "Zucker- und Sirupmond", da im März der Saft des Zuckerahorns zu fließen beginnt und die Erntezeit für Ahornsirup startet.