Kohle-Tagebau

Fast abgebaggert: Aus Pödelwitz soll Öko-Dorf werden

Vor einem Jahr gab die Bergbaufirma Mibrag bekannt, Pödelwitz nicht abzubaggern. Die verbliebenen Bewohner haben einKonzept, wie es mit ihrem Ort weitergehen soll.

Von Steffen Höhne 21.01.2022, 14:57
Von einst 130 Einwohnern sind nur noch Jens Hausner und sieben weitere Familien in Pödelwitz geblieben. Ihr Duchhaltewille hat sich aber ausgezahlt.
Von einst 130 Einwohnern sind nur noch Jens Hausner und sieben weitere Familien in Pödelwitz geblieben. Ihr Duchhaltewille hat sich aber ausgezahlt. Andreas Stedtler

Pödelwitz/MZ - - Jens Hausner wird diesen Moment nicht vergessen: „Vormittags klingelte das Telefon, ein Journalist war dran und wollte von mir einen Kommentar dazu, dass unser Dorf nicht abgebaggert wird. Ich musste mich erst mal sammeln, um die richtigen Worte zu finden.“ Am 21. Januar 2021 gab das Bergbauunternehmen Mibrag bekannt, dass es auf die Abbaggerung des Dorfes Pödelwitz im Süden Leipzigs verzichtet. Hausner und sieben weitere Familien wehrten sich jahrelang gegen eine Umsiedlung, nun war das Ziel erreicht. Anfangs schien der Kampf aussichtslos. Die große Mehrheit der einst 130 Dorfbewohner nahm ein Umsiedlungsangebot in den Nachbarort Groitzsch an. Doch der verschärfte Klimaschutz in der EU und der beschlossene Kohleausstieg in Deutschland hatten das Blatt gewendet. Pödelwitz wird nicht 2028 abgebaggert. Pödelwitz bleibt.

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