1. MZ.de
  2. >
  3. Mitteldeutschland
  4. >
  5. Sachsen-Anhalt
  6. >
  7. Illegal Adressen abgefragt - Datenaffäre an der Magdeburger Uniklinik weitet sich aus

Ermittlungen Illegal Adressen abgefragt - Datenaffäre an der Magdeburger Uniklinik weitet sich aus

Mutmaßlich illegale Abrufe privater Informationen waren möglich, weil Sicherungen und Kontrollen fehlten. Das Krankenhaus verlor deshalb sogar einen Gerichtsprozess.

Von Hagen Eichler Aktualisiert: 13.10.2021, 08:10
Eine Mitarbeiterin der Magdeburger Uniklinik soll unbefugt auf Meldedaten zugegriffen haben. Welche Personen betroffen sind, hat das Krankenhaus nicht protokolliert.
Eine Mitarbeiterin der Magdeburger Uniklinik soll unbefugt auf Meldedaten zugegriffen haben. Welche Personen betroffen sind, hat das Krankenhaus nicht protokolliert. Foto: Michael Weber/picture alliance / Eibner-Pressefoto

Magdeburg/MZ - In der Affäre um das mutmaßliche Ausspähen politischer Gegner durch eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Magdeburg gerät die Klinikumsleitung in Erklärungsnot. Nach MZ-Recherchen hatte die unter Verdacht stehende Mitarbeiterin Zugriff auf die Datenbestände sämtlicher deutscher Einwohnermeldeämter, ohne das im Einzelfall begründen zu müssen. Zugleich gab es offenbar kaum Sicherheitsvorkehrungen, um einen missbräuchlichen Zugriff zu verhindern oder zumindest zu dokumentieren. Das belegt auch ein der MZ vorliegendes Gerichtsurteil.