Ermittlungen Illegal Adressen abgefragt - Datenaffäre an der Magdeburger Uniklinik weitet sich aus
Mutmaßlich illegale Abrufe privater Informationen waren möglich, weil Sicherungen und Kontrollen fehlten. Das Krankenhaus verlor deshalb sogar einen Gerichtsprozess.
Aktualisiert: 13.10.2021, 08:10

Magdeburg/MZ - In der Affäre um das mutmaßliche Ausspähen politischer Gegner durch eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Magdeburg gerät die Klinikumsleitung in Erklärungsnot. Nach MZ-Recherchen hatte die unter Verdacht stehende Mitarbeiterin Zugriff auf die Datenbestände sämtlicher deutscher Einwohnermeldeämter, ohne das im Einzelfall begründen zu müssen. Zugleich gab es offenbar kaum Sicherheitsvorkehrungen, um einen missbräuchlichen Zugriff zu verhindern oder zumindest zu dokumentieren. Das belegt auch ein der MZ vorliegendes Gerichtsurteil.
