Raßnitzer und Wallendorfer See

Raßnitzer und Wallendorfer See: Baden an Tagebau-Seen in Schkopau jetzt erlaubt

Schkopau - Dem offiziellen Baden steht an Raßnitzer und Wallendorfer See nichts mehr im Wege. Allerdings gilt die Erlaubnis nur auf Zeit.

Von Melain van Alst 20.04.2018, 15:34

Dem offiziellen Baden steht an Raßnitzer und Wallendorfer See nichts mehr im Wege. Die lang ersehnte Allgemeinverfügung vom Landkreis, die das Baden an ausgewählten Standorten erlaubt, liegt der Stadt im Entwurf vor. „Wir haben bereits eine Stellungnahme an den Kreis geschickt und dem zugestimmt“, so Schkopaus Bürgermeister Andrej Haufe (CDU) jüngst im Seenausschuss. Mit dem baldigen Erlass der Verfügung durch den Kreis kann die Gemeinde dann die im Haushalt eingestellten 18.000 Euro für Beschilderung und Bojen nutzen.

Badeelaubnis an Tagebau-Seen in Schkopau ist allerdings zeitlich begrenzt

Bislang war das Baden an den Seen, die aus den Restlöchern vom Tagebau entstanden sind, ausschließlich geduldet, da die Seen noch nicht aus dem Bergrecht entlassen sind. Das ist auch der Grund, weshalb die bald in Kraft tretende Allgemeinverfügung bis Mitte September begrenzt wurde.

Das, so Kreissprecherin Kerstin Küpperbusch, ist eine Forderung vom Bergamt LAGB und dem Bergbausanierer LMBV. „Im Winter sollen dann die 93 Filterbrunnen an den Uferstellen, die genutzt werden dürfen, gesichert werden“, so Haufe. Daher soll im Frühjahr 2019 eine neue Verfügung, die dann das offizielle Baden erlaubt, folgen.

Bekommt Schkopau noch weitere offizielle Flächen zum Baden?

Da die Anrainerortschaften der Gemeinde Schkopau sich noch mehr freigegebene Flächen zur Nutzung wünschen, sollen sie ihre Anliegen zusammentragen. Denkbar wäre, laut Haufe, die Anliegen mit einem Schreiben an die Kreisverwaltung zu schicken und vielleicht noch einmal über eine erneute Prüfung zu sprechen.

Besonders der Seesportverein wünscht sich einen seenahen Standort, wo nicht nur die Boote untergebracht werden können, sondern das als Anlaufpunkt für die Bootsfahrer dienen kann. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund können sie sich vorstellen.

(mz)