Windkunst zum Rutschen

Neue Geräte für Bad Dürrenberger Spielplatz

 Dieser runderneuerte Spielplatz in der  Geschwister-Scholl-Straße in  Bad Dürrenberg ist jetzt feierlich wiedereingeweiht worden.
Dieser runderneuerte Spielplatz in der Geschwister-Scholl-Straße in Bad Dürrenberg ist jetzt feierlich wiedereingeweiht worden. (Foto: Katrin Sieler)

Bad Dürrenberg/MZ - Kinder der Kita „Bummi“ haben am Freitag den komplett erneuerten Spielplatz in der Geschwister-Scholl-Straße in Bad Dürrenberg eingeweiht. Nach der offiziellen Freigabe durch Bürgermeister Christoph Schulze (CDU) wurde getobt und gespielt. Nach diesem ersten Praxistest stehen die Spielgeräte allen Kindern zur Verfügung.

An dieser Stelle in der Stadt wurde im Jahr 1998 ein Spielplatz errichtet: Er war zunächst umstritten. Mit Unterschriftensammlungen und Briefen an den damaligen Bürgermeister Thomas Heilmann hatten Anwohner versucht, ihn mittels einer Bürgerinitiative zu verhindern. Gebaut wurde er dennoch. Die Spielgeräte wurden seit dieser Zeit genutzt und immer wieder repariert. „Ein weiterer Erhalt der Geräte wäre jedoch nicht mehr verhältnismäßig gewesen, sie entsprachen zudem nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards“, berichtet Christin Popiel, Fachbereichsleiterin Tourismus und Kultur bei der Stadtverwaltung.

Eigenleistung durch den Fachbereich Tourismus und Kultur mit Unterstützung des Bauhofs

Die neu errichteten Geräte nehmen optisch Bezug auf Bad Dürrenbergs Sehenswürdigkeiten: das Gradierwerk mit Windkunst. Die Idee für die Gestaltung der neuen Elemente hatte Jens Piller, Sachgebietsleiter Solebetrieb und Kurparkgärtnerei. Seine Planung und Zeichnung dienten der Firma Werkform als Vorlage für ein individuell angefertigtes Kletterelement mit Boulderwand, Turm und Rutsche. Das Kletterelement erinnert an die Konstruktion des Gradierwerkes, der Rutschenturm an die Windkunst, welche auf dem Gradierwerk steht. Die nach Süden ausgerichteten Wandelemente sorgen für eine Verschattung des Platzes.

In Eigenleistung durch den Fachbereich Tourismus und Kultur mit Unterstützung des Bauhofs erfolgte der Abbau der alten Geräte und das Betonieren der Fundamente sowie das Ausbringen des Sandes. Dieser wurde von der Firma Kieswerke Tollwitz gespendet. Das dadurch eingesparte Geld wird nun verwendet, um Materialien für ein Schaukelgestell aus Robinienholz zu beschaffen.

Die Fertigstellung des Spielplatzes verzögerte sich zuletzt immer wieder auf Grund der Einordnung des Geländes als Kampfmittelverdachtsfläche und der damit verbundenen langwierigen Prüfung sowie durch die Befürchtungen von Anwohnern nach einem möglichen Rattenbefall. Dieser hatte sich zum Glück nicht bestätigt.