Heiraten im historischen Gemäuer

Endlich wieder Hochzeiten in der prächtigen Kulisse von Schloss Frankleben

Die Merseburger Hochzeitsagentur muss wegen Corona lange auf die erste Feier eines Brautpaars im historischen Gemäuer warten.

Von Diana Dünschel
Anja und Stefan Peisker haben sich das Hochzeitsschloss Frankleben für ihren schönsten Tag ausgesucht und es so eingeweiht.
Anja und Stefan Peisker haben sich das Hochzeitsschloss Frankleben für ihren schönsten Tag ausgesucht und es so eingeweiht. (Foto: Katrin Sieler)

Frankleben/MZ - Anja und Stefan Peisker aus Obhausen haben Ja gesagt. Ihre Trauung fand Freitagnachmittag im Schloss Frankleben statt. Dort gibt es bereits mehrere Jahre eine Außenstelle des Standesamtes Braunsbedra. Was diese Hochzeit so besonders machte, war die anschließende Feier in den Sälen zwei Stockwerke höher. Die 60-köpfige Gesellschaft weihte nämlich das historische Gemäuer als „Hochzeitsschloss Frankleben“ ein.

Rückblick: Ende 2019 hatte der Besitzer, die Stiftung Kulturgut Schloss Frankleben, eine Kooperation mit der Merseburger Hochzeits- und Eventagentur „Perfect day“ abgeschlossen. Ab 2020 wollte Chefin Anja Ulrich Teile des Gebäudes und des Parks für außergewöhnliche Hochzeitsfeiern anbieten. Das Trauzimmer wurde mit neuen Möbeln ausgestattet, die Backsteinwände im Festsaal frisch gestrichen, Tafeln eingedeckt, ein Fotoshooting mit Models für die Werbung fand statt. Dann kam Corona, und für das Hochzeitsschloss begann ein anderthalbjähriger Dornröschenschlaf.

„Wir haben Anmeldungen für fünf große Feiern hier in diesem Jahr und weitere Anfragen“

Doch nun endlich geht es aufwärts. „Wir haben Anmeldungen für fünf große Feiern hier in diesem Jahr und weitere Anfragen“, freut sich Anja Ulrich. Frankleben komme als Ort zum Heiraten und Feiern bei ihren Brautpaaren gut an. „Sie sind alle beeindruckt. Es ist rustikal und zugleich mediterran mit dem schönen Innenhof. Ein Zugewinn wird der Teich“, blickt sie nach draußen, wo das Projekt Entschlammung fast beendet ist. „Dass man hier mehrere Bereiche nutzen kann, ist ein Vorteil. Dazu kommt die gute Zusammenarbeit mit den Braunsbedraer Standesbeamtinnen“, betont die Hochzeitsplanerin.

Heute fühle sie eine „freudige Aufregung“, sagt sie. Denn es sei erst die zweite große Hochzeit, die sie seit Pandemiebeginn wieder organisieren dürfe. Das Paar aus Obhausen habe das Komplettpaket von den Einladungskarten über die Torte bis zum Catering gebucht und auch Übernachtungszimmer im Schloss bestellt. Nun schaue sie, dass alles zur Zufriedenheit laufe. Dazu komme neu ein Hygienekonzept. Alle Gäste heute seien geimpft, genesen oder getestet. Alle müssten ihre Kontaktdaten hinterlegen. Außerdem habe sie überall Spender zur Desinfektion aufgestellt.

„Es war eine schwere Zeit. Ich war oft Seelentröster“, blickt Anja Ulrich zurück. „Mir selbst hat geholfen, dass ich schon 14 Jahre in der Branche tätig bin und über ein großes Netzwerk verfüge.“