Tatverdächtige öffneten hunderte Sendungen

Polizei überführt mutmaßliche Postdiebe - Schaden von rund 20.000 Euro

In Chemnitz sollen mutmaßliche Paketdiebe rund 20.000 Euro erbeutet haben (Symbolbild). (Foto: Robert Michael/dpa)

Chemnitz - Ermittler haben in Sachsen drei mutmaßliche Postdiebe überführt. Die Tatverdächtigen sollen hunderte Sendungen geöffnet und wertvollen Inhalt gestohlen haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Chemnitz am Dienstag mitteilten. Derzeit sind insgesamt 285 Fälle bekannt. Der Stehlschaden wird auf mindestens 20.000 Euro geschätzt. Wie viele Menschen tatsächlich geschädigt wurden, ist noch nicht abschließend geklärt.

Bereits Anfang 2019 gab es erste Anzeigen wegen Diebstählen von Postsendungen in Chemnitz. Vermutet wurde, dass Briefe und Postsendungen bei einem Servicepartner der Deutschen Post AG abhanden kamen, der Briefe aus öffentlichen Briefkästen und Postfilialen abholt und in ein Postverteilzentrum bringt.

In unregelmäßigen Abständen kam es bis März dieses Jahres immer wieder zu Diebstählen. Ein 42-jähriger Verdächtiger konnte Anfang März schließlich auf frischer Tat ertappt werden. Eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Mann, der als Fahrer auf den entsprechenden Transportrouten arbeitete, förderte zahlreiche Beweismittel wie Briefumschläge und nicht eingelöste Gutscheine zutage.

An den Diebstählen sollen auch eine 33-jährige Kollegin des Manns und eine 18-Jährige beteiligt gewesen sein. Der 42-Jährige und die 33-Jährige sammelten demnach auf ihren jeweiligen Routen die Briefe ein und öffneten die gestohlenen Exemplare zu Hause. Die 18-Jährige soll der Mann mit auf seine Fahrten genommen haben, bei denen sie ebenfalls Postsendungen öffneten. (afp)