Nach Unglück in Niedersachsen

Zugverkehr in Sachsen und Sachsen-Anhalt bis Ende November eingeschränkt

Wegen eines Zugunfalls im niedersächsischen Landkreis Gifhorn kommt es zu Zugausfällen. Auch Sachsen-Anhalt ist betroffen.

Aktualisiert: 18.11.2022, 14:41
Ein Zugunfall in Niedersachsen führt auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Zugausfällen
Ein Zugunfall in Niedersachsen führt auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Zugausfällen (Foto: IMAGO/foto-leipzig.de)

Leipzig/dpa/MZ - Der Zugunfall im niedersächsischen Landkreis Gifhorn hat auch Auswirkungen auf den Zugverkehr in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Auf der Strecke der IC-Linie 56 zwischen Dresden, Hannover und Norddeich Mole fielen zwischen Dresden und Hannover die Züge aus, teilte die Deutsche Bahn mit. In Leipzig, Halle, Köthen, Magdeburg und Stendal fahre diese IC-Linie vorerst nicht.

Aufgrund der Streckensperrung kommt es bis mindestens Sonntag, 27. November, zwischen Berlin und Hannover zu Verspätungen und Zugausfällen. Auf der Strecke werden die Züge umgeleitet, Bahnreisende müssen eine Verspätung von etwa 90 Minuten einkalkulieren, wie die Bahn bekanntgab. Der Halt Wolfsburg entfalle, ersatzweise hielten die Züge in Stendal.

Betroffen sind laut Bahn folgende Verbindungen im Fernverkehr:

  • ICE-Züge NRW - Hamm bzw. Münster/Westf - Hannover - Berlin werden umgeleitet und verspäten sich um mindestens 90 Minuten. Der Halt Wolfsburg entfällt. Ersatzweise halten die Züge in Stendal.
  • ICE-Züge Schweiz - Karlsruhe - Frankfurt(M) - Kassel - Berlin werden umgeleitet. Ersatzweise halten die Züge in Erfurt und Halle.
  • IC-Züge Ostseebad Binz - Berlin - Hannover - Dortmund - Köln fallen zwischen Wolfsburg Hbf und Köln Hbf aus.
  • IC-Züge Leipzig – Magdeburg – Hannover – Bremen – Emden – Norddeich Mole fallen zwischen Leipzig und Hannover aus.
  • IC-Züge Amsterdam - Osnabrück - Hannover - Berlin enden/beginnnen bereits in Hannover Hbf. Die Halte in Wolfsburg, Stendal und Berlin entfallen.

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Am frühen Donnerstagmorgen hatte ein Güterzug bei Leiferde an einem Signal gehalten, ein folgender Güterzug war aus zunächst ungeklärter Ursache auf den Zug aufgefahren. Vier Waggons kippten bei der Kollision um, auch die Oberleitung wurde beschädigt. Der auffahrende Zug bestand aus 25 mit Propangas gefüllten Kesselwaggons. Nach dem Unfall war der Lokführer des auffahrenden Zugs verletzt ins Krankenhaus gekommen.