Gegen Ausschreitungen

Gegen Ausschreitungen: Großaufgebot der Polizei bei Neonaziaufmarsch und Gegendemos

Leipzig - Mit einem Großaufgebot will die Polizei Ausschreitungen bei einem geplanten Neonazi-Aufmarsch und mehreren Gegendemonstrationen in Leipzig verhindern.

Polizisten führen während einer Demonstration am 12.12.2015 in Leipzig Teilnehmer einer Sitzblockade ab.
Polizisten führen während einer Demonstration am 12.12.2015 in Leipzig Teilnehmer einer Sitzblockade ab. imago stock&people

Mit einem Großaufgebot will die Polizei Ausschreitungen bei einem geplanten Neonazi-Aufmarsch und mehreren Gegendemonstrationen in Leipzig verhindern.

Der Einsatz an diesem Samstag werde einer der größten in der jüngeren Vergangenheit sein, der nicht allein aus Kräften der sächsischen Polizei zu stemmen sei, teilte die Polizei am Montag mit. Zahlen nannte die Behörde aus einsatztaktischen Gründen nicht.

Nach Angaben des Ordnungsamtes hat die Partei „Die Rechte“ einen Aufmarsch durch die Südvorstadt und den Stadtteil Connewitz angemeldet. Dagegen wollen Bündnisse wie „Den Nazis entgegentreten“ und „Gegen Rechts“ demonstrieren. Außerdem sind Mahnwachen geplant.

Nazi-Aufmarsch und Gegendemonstrationen in Leipzig am 18.03.2017

Die genauen Routen der Demonstrationen stünden noch nicht fest, sagte ein Sprecher des Ordnungsamtes. Die Stadt sei mit allen Teilnehmern im Gespräch. Im Laufe der Woche sei auch noch mit weiteren Anmeldungen zu rechnen.

Am Rande einer Neonazi-Demonstration in Leipzig war es im Dezember 2015 zu schweren Ausschreitungen gekommen. Linke Vermummte hatten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern auf Polizisten geworfen. Die Beamten gingen mit Wasserwerfern und Reizgas vor. 69 Polizisten wurden verletzt. (dpa)