Endlich wieder Musik

US-Künstler rocken am Freitag in Coswig

Künstler aus Ohio, Jacksonville und Sachsen-Anhalt rockten am Freitag im Festsaal des Coswiger Simonetti-Hauses.

Von Von Susanne Pohl
Gut gefüllt: das Simonetti-Haus in Coswig am vorigen Freitag.
Gut gefüllt: das Simonetti-Haus in Coswig am vorigen Freitag. Foto: Susanne Pohl

Coswig/MZ - Kat Baloun, geboren in Texas und aufgewachsen in Ohio, sitzt am Bühnenrand und lässt die Beine baumeln. Dabei besingt sie mit großartiger Stimme Marylou Mom, perfekt pariert von Henry Heggen aus Jacksonville, mit den herzzerreißenden Tönen seiner Mundharmonika. Zusammengehalten wird das Ganze durch den Wittenberger Uwe Haase alias „Bluesrudy“ mit seinem Gitarrensound der Extraklasse. Die drei sind ein eingespieltes Team und genießen offensichtlich jeden Song ihres Programms, das vom ersten Ton an das Publikum fasziniert.

Endlich ein Konzert

Die Coswiger und ihre Gäste hatten etwas zu feiern, allen voran das Team des Simonetti-Haus-Vereins: Die erste Katzenmusik seit Monaten in einem Festsaal, der in den letzten Monaten in großen Teilen saniert worden ist. Alte Einbauten fielen, neue Fenster und ein neuer Eingang, neue Dielen, neue Stühle und eine moderne Lüftung. Möglich wurde das alles durch Fördermittel aus den Bundesprogrammen „Neustart Soforthilfe“, „Neustart Kultur“ und Mitteln aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sowie vielen unermüdlichen Helfern. Unter Einhaltung der strengen Corona-Vorgaben wurde hier fast täglich gearbeitet. Wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Hygienesituation und des Raumangebotes konnten umgesetzt werden.

Ausverkauft

Die Karten für die erste Katzenmusik waren im Nu verkauft. Der Festsaal war so voll besetzt, wie es die Corona-Regeln zulassen. Bluesrudy und seine Freunde sind gute alte Bekannte. Sie spielten am vergangenen Freitag bereits zum fünften Mal in Coswig. „Wir kommen immer wieder gern hierher nach Coswig ins Simonetti-Haus“, meinte Uwe Haase. Und offensichtlich hat sich rumgesprochen, dass ihre Musik von der ersten bis zur letzten Minute begeistert. Als das Publikum nach mehr als zwei Stunden Programm Zugaben verlangte, stellte Henry Heggen ganz trocken fest: „Das geht uns doch genauso. Wir spielen einfach, solange Ihr uns lasst.“

Für die nächste Katzenmusik am Freitag, den 23. Juli, haben sich Scarlett Andrews und Christian Christl mit Boogie-Woogie aus den „Goldenen Zwanzigern“ angesagt. Scarlett Andrews singt zum 100-jährigen Jubiläum der „Roaring Twenties“ Songs, am Klavier begleitet von Christian Christl. Das nächste „Musik-Fest“ im Simonetti-Haus ist also schon sicher.