Feuerwehr in Kemberg

Feuerwehr in Kemberg: Kommandowagen übergeben

Kemberg - Neuer Kommandowagen ist offiziell in Dienst gestellt.

Von Karina Blüthgen 15.07.2018, 07:28

Einen neuen Kommandowagen für ihre Feuerwehr hat die Stadt Kemberg angeschafft und am Freitag in kleiner Runde offiziell in Dienst gestellt. Der VW der Marke Tiguan hat Allradantrieb und ist in cola-rot lackiert, ein in hiesigen Breiten noch untypischer Farbton.

Für Ingo Bartsch, Stadtwehrleiter von Kemberg, ist dank des neuen Fahrzeuges die Fahrt zu Einsatzorten künftig etwas leichter. „Nun muss er sich nicht mehr bei Einsätzen hinten in der Schlange anstellen“, nennt Kembergs Bürgermeister Torsten Seelig (CDU) einen triftigen Grund, neue Technik zu beschaffen.

Mit einem Auto ohne Sondersignale könne eben auch ein Stadtwehrleiter keine Sonderrechte beanspruchen, weiß Bartsch und hat in den Wochen zuvor erleben müssen, dass die Kameraden mit Sirene und Blaulicht an ihm vorbei zum Einsatzort fuhren.

Vor knapp zwei Wochen haben die Kemberger das Auto aus Wittmund geholt. Dort wurde das Fahrzeug feuerwehrtechnisch ausgerüstet. Denn der Tiguan hat an sich zwar einen Aufbau wie jedes andere. „Aber er ist aufgebaut wie die Autos vom Katastrophenschutz“, weiß Bartsch. Diese Wagen werden vom Hersteller so ausgestattet und mit zusätzlichen Anschlüssen versehen, dass die Aufrüstung zum Kommandowagen problemlos möglich ist.

Das Auto hat zusätzlich oben einen Blaulichtbalken bekommen, an der Frontseite sind zusätzliche „Blitzer“ installiert. Und es verfügt über Funk als unerlässliche Ausstattung.

Der 2011 für den Stadtwehrleiter angeschaffte Lada Niva hat seine Dienste erfüllt, verursachte zuletzt jedoch mehr Reparatur- als Betriebskosten. Ein Grund mehr, das Fahrzeug in „Rente“ zu schicken. Der übergangsweise in Benutzung gewesene Opel Mokka hatte, wie geschildert, keine Sondersignale an Bord, so dass der Stadtwehrleiter leider oft als letzter am Einsatzort ankam.

Am 2. Juli kam der neue Tiguan in Kemberg an, doch auf solch einen offiziellen Tag der Indienststellung konnte nicht gewartet werden. Seit anderthalb Wochen ist kaum ein Tag vergangen, an dem die Ortsfeuerwehren nicht zu irgendeinem Brand ausrücken mussten. „Er fährt sich gut“, so der erste und zweite Eindruck von Ingo Bartsch. Rund 1.400 Kilometer sind schon auf dem Tacho, und bleibt es sommerlich warm und trocken, werden noch etliche dazukommen. (mz)