Eil

Mit Mitteln für den Strukturwandel

Tourismus im Seegebiet: Seepromenade vom Strukturwandel profitieren

Seeburg - Tourismus im Seegebiet: Seepromenade vom Strukturwandel profitieren

Von Jörg Müller 24.09.2020, 08:15

Die Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land rechnet sich gute Chancen auf Strukturwandel-Mittel des Bundes aus. Zu den Projekten, die über den Landkreis beim Land eingereicht worden sind, gehören die Sanierung und der Ausbau der Uferpromenade am Süßen See und der seit langem von einer Bürgerinitiative geforderte Bau eines Regenrückhaltebeckens in Aseleben. Das Rückhaltebecken soll den Fäkalieneintrag im See bei Starkregen reduzieren.

Die beiden Projekte haben einen Umfang von acht Millionen Euro (Uferpromenade) und zwei Millionen Euro (Rückhaltebecken). Wie Martin Blümel, Bauamtsleiter und stellvertretender Bürgermeister, bei einer Versammlung der Bürgerinitiative Süßer See sagte, gebe es Signale, dass die beiden Projekte auf einem vorderen Platz stehen würden. Entschieden sei aber noch nichts.

Tourismus am Süßer See: Aufwertung der Seepromenade

Im Masterplan des Landkreises zum Strukturwandel heißt es dazu, dass Maßnahmen zur Verbesserung des Seeburger Ortsbildes dazu beitragen sollen, dass das bisher nicht ausgeschöpfte touristische Potenzial besser genutzt werde. Sowohl die Seepromenade, als auch das Schlossareal sollen aufgewertet werden. „Dazu muss die Promenade nicht nur erneuert werden, sondern es müssen auch gastronomische Einrichtungen mit eingebunden und neue Veranstaltungsformate geschaffen werden.“ Durch eine Umverlegung der Promenade könne das Schloss integriert und ein neues hochwertiges Ortsbild geschaffen werden.

Außerdem ist im Masterplan das Projekt „Malandis - Atlantis im Mansfelder Land“ aufgeführt. Dabei geht es darum, die archäologischen Funde aus der Bronzezeit und dem Mittelalter im See virtuell erlebbar zu machen. Aber auch eine reale Besichtigung über einen Glastunnel sei denkbar. Ziel sei die touristische Erschließung der Funde, so Obsthof-Geschäftsführer und Ortschaftsratsmitglied Philipp Moser, der das Projekt gemeinsam mit dem Aseleber Ortsbürgermeister Ralf Leberecht vorantreibt. Mittlerweile sei ein Verein in Gründung. „Wir versuchen, etwas von dem Strukturwandel-Geld zu bekommen“, so Moser. Die Kosten sind laut Masterplan mit fünf Millionen Euro veranschlagt. (mz)