Landratswahl in MSH

Stichwahl zwischen Schröder und Kayser zeichnet sich ab

Von Beate Thomashausen
André Schröder (CDU) und Cathèrine Kayser (AfD) gehen voraussichtlich in die Stichwahl.
André Schröder (CDU) und Cathèrine Kayser (AfD) gehen voraussichtlich in die Stichwahl. (Foto: Martin Kolodziej/AfD)

Eine Stichwahl am Sonntag, 20. Juni, wird  darüber entscheiden, wer der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Angelika Klein (Die Linke) wird. André Schröder (CDU) dominierte den Abend vom Beginn an. Das Spannende am Wahlabend: Wer gewinnt den zweiten Stichwahlplatz? Da war mal Silvio Jacob (FBM) vorn, auch Carsten Reuß (SPD). Aber je mehr Wahllokale ausgezählt waren, umso deutlicher wurde: AfD-Frau Cathèrine Kayser wird in zwei Wochen versuchen, dass im Landkreis Mansfeld-Südharz nach Klein erneut eine Frau den Hut in der Kreisverwaltung  auf haben wird.

André Schröder freut sich auf die anstehende Stichwahl

Hier und da war es aber auch wesentlich knapper als es später aussah. In Wimmelburg zum Beispiel, wo eine einzige Stimme für den Wahlsieg des CDU-Kandidaten entscheidend war. Kayser bekam dort 100 Stimmen und Schröder eine einzige mehr. Mit jedem weiteren Ergebnis aus den insgesamt 185 Wahlbezirken wurde aber deutlich, dass der 51-jährige Sangerhäuser eine Menge Wähler auf seine Seite ziehen konnte. Schröder ist kein Unbekannter. Er war Finanzminister in Sachsen-Anhalt und sitzt jetzt noch für die CDU im Landtag. Seine Mitbewerber, zu denen neben Kayser auch  André Ulrich (parteilos), Silvio Jacob (FBM), Carsten Reuß (SPD) und Sven Vogler (parteilos) zählen, können nicht auf einen so großen Bekanntheitsgrad verweisen.

Am späten Wahlabend, bevor das endgültige Wahlergebnis feststand, aber die Tendenzen deutlich waren, kommentierte Schröder das Ergebnis: „Ich bin froh, in die Stichwahl gehen zu können. Jetzt kommt es darauf an, möglichst viele Wähler zu mobilisieren, um noch einmal bei einer reinen Landratswahl zu wählen. Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet, keiner hatte einen Amtsbonus. Bei der anstehenden Stichwahl geht keiner mit einem Vorsprung ins Rennen. Ich stehe für Zukunft und ein besseres Verhältnis zur Landespolitik. Das Wahlergebnis der Wahl drückt Vertrauen aus, für das ich mich bedanke.“

Cathèrine Kayser: „Die erste Etappe ist geschafft“

Seine Mitbewerberin, mit der er nun offenbar in die Stichwahl gehen wird, freute sich sehr über ihr Wahlergebnis. „Klar, man will immer gewinnen, aber ich freue mich natürlich, es in die Stichwahl geschafft zu haben. Die erste Etappe ist geschafft. Dass es eine Stichwahl geben würde, hatte ich erwartet. Mein Ziel waren vorher 15 Prozent, deswegen bin ich sehr zufrieden, das übertroffen zu haben. Den Ausschlag gegeben hat viel Fußarbeit und dass man den Menschen das Gefühl gibt, dass sie etwas wert sind. Für die Stichwahl geht es darum, möglichst viele Wähler zu mobilisieren, wer die meisten mobilisiert, gewinnt“, so Kayser gegenüber der MZ.

Kurz nach 23 Uhr lautete das Ergebnis für Schröder 32,90 Prozent, Kayser 21,83 Prozent, für den FBM-Vertreter Jacob 16,52 Prozent, für den SPD-Mann Reuß 15,33 Prozent und für die beiden parteilosen Kandidaten Vogler 9,16 Prozent und Ulrich 4,26 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt waren 174 der 185 Wahlbezirke ausgezählt. (mz)