Von Corona ausgebremst

Spendenaktion läuft weiter: Gonnaer „Kühlergrillers“ starten „Baltic Sea Circle“-Rallye erst 2022

Von Beate Lindner
Die Kühlergrillers  aus Gonna - Jörg, Betti, Karin und Claudia (von rechts)  - haben ihre Spenden selbst nach Magdeburg gebracht und übergeben  natürlich mit dem Toyota Land Cruiser  (Baujahr 1999).
Die Kühlergrillers aus Gonna - Jörg, Betti, Karin und Claudia (von rechts) - haben ihre Spenden selbst nach Magdeburg gebracht und übergeben natürlich mit dem Toyota Land Cruiser (Baujahr 1999). (Foto: Horbach)

Gonna - Der erste Satz des letzten Beitrags über Familie Horbach aus Gonna und ihr Vorhaben, an einer Abenteuerrallye teilzunehmen, lautete folgendermaßen: „Es ist im Moment keine Option für die Horbachs aus Gonna, dass ihr Reisevorhaben 2021 an Corona scheitern könnte.“ Geschrieben und veröffentlicht wurde dieser Satz im Dezember 2020 in der Mitteldeutschen Zeitung, als alle in der Familie hofften, dass Corona nicht stark genug sein wird, das Vorhaben in diesem Jahr scheitern zu lassen. Die Hoffnung aber trog, Corona war leider stark genug. Aber die Horbachs sind weiterhin guter Dinge. Und das aus zwei Gründen: Zum einen hat der mit der Abenteuerrallye verbundene Spendenaufruf voll eingeschlagen und zum anderen kommt die Zeit für Reisende auf alle Fälle noch.

An diesem Sonnabend wären Claudia Horbach (30) und ihre Eltern samt dem vierten Teammitglied der „Kühlergrillers“, wie sich das Team nennt, nämlich Landseerdame Betti, aufgebrochen. Auf diesen 19. Juni 2021 war vielleicht nicht alles, aber doch eine ganze Menge fixiert. Auch die Spendenaktion, die mit dieser Rallye verbunden ist. Für zwei Projekte hatten sich die Gonnaer Kühlergrillers entschieden und geworben, 2.000 Euro wollten die Kühlergrillers zusammen bekommen. Nun sind es - ohne, dass sie nur einen Rallye-Kilometer hinter sich gebracht haben - 2.820 Euro geworden. Dank vieler Fans, die die Kühlergrillers unterstützen. „Wir finden es toll, wie wir unterstützt worden sind. Ein riesiges Dankeschön an alle“, so Teamchefin Claudia. Die Spenden wurden inzwischen übergeben.

Bedingung für die Rallye-Teilnahme: Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre alt sein

Jeweils 1.410 Euro an den ASB-Wünschewagen Sachsen-Anhalt und den Bundesverband Kinderhospiz, speziell zur Unterstützung der Familie vom 14-jährigen Noah, der eine lebensverkürzende Muskelkrankheit hat. „Das Gefühl, helfen zu können, entschädigt tatsächlich auch dafür, dass es in diesem Jahr nicht auf Reisen geht.“ Und wie Teamchefin Claudia das so sagt, klingt es nach einem neuen Anlauf. Die Rallye „Baltic Sea Circle“ über 7.500 Kilometer durch viele Ostseeländer soll nun am 18. Juni 2022 starten. Natürlich mit dem dann schon 23 Jahre alten Toyota Land Cruiser, für den die Horbachs ihr vergleichsweise neues Auto hergegeben haben. Denn es ist Bedingung für die Rallye-Teilnahme, dass das Fahrzeug mindestens 20 Jahre auf dem Buckel hat.

Und übrigens: Gespendet werden kann auch weiterhin, das gesamte nächste Jahr und natürlich während der Tour der vier Gonnaer. Mehr dazu und zum Spendenaufruf findet man unter: http://www.superlative-adventure.com/teams/kuehlergrillers.html oder https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/35825 (mz)