Projektstart rückt näher

Shuttlebus der Firma EasyMile wird nach Stolberg geliefert

Stolberg - Shuttlebus der Firma EasyMile wird nach Stolberg geliefert

Von Helga Koch

Voraussichtlich an diesem Freitag wird der automatisiert fahrende, elektrisch betriebene Shuttlebus in Stolberg eintreffen. Das teilte Ortsbürgermeister Ulrich Franke (FDP) mit. Hersteller des Kleinbusses ist die französische Firma EasyMile, die mit ihrer Technologie des autonomen Fahrens weltweit zu den Branchenführern zählt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Kleinbus EZ 10 der zweiten Generation. „Die genaue Zeit kann uns erst am Donnerstag gesagt werden“, so Franke. 

In der vergangenen Woche habe in Stolberg eine Begehung der vorgesehenen Strecke stattgefunden. Daran hätten auch Vertreter der Verkehrsgesellschaft Südharz (VGS) und des Landkreises teilgenommen. Sie seien ebenfalls begeistert gewesen und unterstützten alle Aktivitäten vorbehaltlos, sagte der Ortsbürgermeister. Weitere Partner bei diesem Projekt sind die Standortmarketinggesellschaft des Landkreises (SMG) und die Gemeinde Südharz. Die Leitung liegt beim Institut für Logistik der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität, die am Beispiel Stolberg intelligente Verkehrslösungen in Sachsen-Anhalt erproben und den Nutzen untersuchen wird.

Corona verzögerte den Start des Shuttlebusses in Stolberg

Auf Grund der Corona-Probleme hatte das Projektteam die Beschaffung eines geeigneten Fahrzeugs erneut ausschreiben müssen. Der nun ausgewählte Kleinbus verfügt über sechs Sitz- und vier Stehplätze sowie eine automatische Einstiegsrampe. Somit können ihn auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität, etwa mit einem Rollstuhl nutzen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 Kilometer pro Stunde. 

Wann der fahrerlose Testbetrieb starten wird, ist bisher nicht bekannt. Denn zuerst muss das Fahrzeug die Streckenbeschaffenheit mit den Besonderheiten „lernen“. Laut Sönke Beckmann vom Projektteam war der Start zuletzt für Juni vorgesehen. Der EZ 10 soll für einen fünfmonatigen Probebetrieb zur Verfügung stehen, also über den Sommer hinweg. Franke ist begeistert: „Es ist etwas Einmaliges, wenn gerade in solch einer alten Stadt wie Stolberg ’Altes auf Modernes’ trifft und eine solche Technik hier erprobt wird.“ (mz)