Mobile Teams werden rege genutzt

Nachfrage nach Corona-Impfung steigt in Mansfeld-Südharz wieder

Von Felix Fahnert 13.11.2021, 07:30
Symbolfoto - Imfpung gegen das Coronavirus
Symbolfoto - Imfpung gegen das Coronavirus (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Eisleben/Hettstedt/Sangerhausen/MZ - Für Margit Jünemann ist der Trend unverkennbar. „Es ist ein Anstieg da“, sagt die Impfärztin des mobilen Impfteams, das an diesem Tag auf dem Gelände der Kreisverwaltung in der Eisleber Lindenallee Station macht. Allein in den drei Stunden am Vormittag haben sich über 40 Leute vor Ort gegen Corona immunisieren lassen - noch vor wenigen Wochen ein kaum vorstellbarer Wert an Impfwilligen.

Bereitschaft zum Impfen steigt in Mansfeld-Südharz

Mit den steigenden Zahlen steigt auch die Bereitschaft zum Piks an: Bereits vor dem Öffnen der Impfstation habe sich in Eisleben eine Schlange gebildet, berichtet Jünemann. Zuwachs verzeichnet man überall, wo die mobilen Impfteams des Landkreises vor Ort sind: in der Impfkabine in der Sangerhäuser Mammuthalle, oder an den wechselnden Standorten, zuletzt etwa am Dienstag auch in Benndorf. „Das war richtig gut“, sagt Jünemann. Mehr als 100 Menschen hätten sich dort impfen lassen.

Etwa die Hälfte der Impflinge hole sich eine Auffrischimpfung, die andere Hälfte, die zu den mobilen Impfteams kommt, holt sich erstmals einen Schutz gegen Corona, schätzt die Impfärztin.

Unter ihnen ist an diesem sonnigen Tag auch ein 35-Jähriger, der extra aus Halle nach Eisleben gekommen ist, um sich spontan und ohne Termin impfen zu lassen. „In Halle gibt es so ein Angebot derzeit nicht“, sagt er über den täglichen Einsatz der mobilen Impfteams in MSH. Den Piks habe er gar nicht gemerkt. „Alles gut, das war angenehm“, sagt er zufrieden, nachdem alles in wenigen Minuten erledigt ist.

Impfteam erlebt auch Anfeindungen

Das Team um Margit Jünemann ist überzeugt, dass man mit den mobilen Einsätzen noch einige Bürger zu einer Impfung bewegen könne. „Wir sind glücklich, dass wir das noch haben“, sagt Mitarbeiterin Ute Heineck. „Die mobilen Teams müssen bleiben.“ Verwunderung, dass sich viele erst jetzt für den Piks entscheiden, besteht im Team nicht.

Vielmehr herrscht Zufriedenheit über den derzeitigen Trend. „Es wird langsam“, sagt Margit Jünemann. Im Einsatz für eine höhere Impfquote im Landkreis nimmt sie dabei mitunter auch schwierige Situationen in Kauf. Anfeindungen, politischer Protest, Ärger mit Impfgegnern - „Wir hatten schon alles“, sagt Jünemann.