Verstärkung für die Waldkönigin

Erste Elsbeerkönigin in Mansfeld-Südharz wird gekürt

Von Roman Fürst
Die erste Elsbeerkönigin: Diana Rappe
Die erste Elsbeerkönigin: Diana Rappe (Foto: Maik Schumann)

Grillenberg/MZ - Neue Majestät: Neben der Waldkönigin gibt es jetzt auch eine Elsbeerkönigin in Mansfeld-Südharz. Diana Rappe aus Riestedt wurde beim Waldtag in Grillenberg gekürt. Die ehemalige Landrätin Angelika Klein (Linke) überreichte ihr die Krone. Im Anschluss wurde Theresa Herfert zur neuen Waldkönigin gekürt. „Auf das Amt bin ich erst durch meinen Chef aufmerksam geworden“, sagte Herfert. Sie sei gerade im dritten Lehrjahr in einem Forstbetrieb. „Ich freue mich auf die nächsten zwei Jahre als Waldkönigin“, so die 19-Jährige.

Ihre Vorgängerin Christiane Heinrichs-Vogel sagte: „Ich bin optimistisch, dass wir unseren Wald retten und wieder aufforsten können.“ Sie habe während ihrer Amtszeit als Waldkönigin viele tolle Erlebnisse gehabt und Erfahrungen gesammelt.

Mehr Aufmerksamkeit für die Elsbeere

Zu Beginn der Zeremonie hatten die Jagdhornbläser Hettstedt für die zünftige musikalische Begleitung gesorgt. Adrina Hecht, Forstleiterin des Reviers Ziegelroda beim Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, hielt anschließend einen Vortrag über den Baum Elsbeere. Dieser habe bereits im Mittelalter eine besondere Bedeutung gehabt, da Elsbeeren für den Magen und Darm eine positive Wirkung hätten, so Hecht. Die Elsbeere sei in Mittel- und Süddeutschland heimisch und ihre Blüte sei im April und Mai zu sehen.

Das Holz der Elsbeere sei außerdem sehr hart und wertvoll und werde unter anderem für den Möbelbau verwendet. Die Früchte der Elsbeere würden zudem für die Zubereitung von Mus, Marmelade, Pralinen, Torten und Schnaps verwendet. Für einen Liter Schnaps werde allerdings sehr viel Masse der Elsbeere benötigt. „Ich hoffe, dass die Elsbeere in Zukunft mehr Beachtung findet und stärker in die Holzbewirtschaftung integriert wird“, sagte Hecht.