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Das Saisonziel von Eintracht Lüttchendorf: „Wir wollen aufsteigen“

Von Ralf Kandel
Patrick Neigenfink (links) und Lüttchendorf wollen in die Verbandsliga stürmen.
Patrick Neigenfink (links) und Lüttchendorf wollen in die Verbandsliga stürmen. ( Foto: Ralf Kandel)

Lüttchendorf/MZ - Was haben das kleine Seeburg im Mansfelder Land und Deutschlands Lieblingsinsel Mallorca gemeinsam? Nun, salopp geschrieben, beides liegt am Wasser. Und sowohl der Ort am Süßen See als eben auch die Insel im Mittelmeer haben für die Fußballer von Eintracht Lüttchendorf in der anstehenden Spielserie 2021/22 eine Bedeutung. Am Montagabend begann für den Landesligisten in der „Seeperle“ in Seeburg eine Reise, die sie am Ende ins Ferien- und Feierparadies Mallorca führen soll.

Matthias Michler als neuer Trainer bei Lüttchendorf

Der Reihe nach. Fast alle Spieler, Trainer und Verantwortliche von Eintracht Lüttchendorf trafen sich am Montagabend in der „Seeperle“ zu einer Mannschaftsbesprechung der besonderen Art. Zur gleichen Zeit, in der sich Spanien und Kroatien ein spektakuläres EM-Duell lieferten, sprachen Eintracht-Manager Uwe Seemann und der neue Trainer Matthias Michler vor der Mannschaft Klartext. Der wiederum lässt sich auf drei Worte fixieren. Sowohl Seemann als auch Michler redeten in Bezug auf das angestrebte Saisonziel nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir wollen aufsteigen“, so das Duo unisono.

Den Weg in die Verbandsliga will die Eintracht mit einem neuen Führungsgespann gehen. Neuer Trainer ist Matthias Michler. Der 69-Jährige, bisher als Co-Trainer tätig, übernimmt das Traineramt von Siegfried Keller. „Wir haben lange mit Siggi gesprochen. Wir wollen ihm alle Zeit der Welt geben, sich nach seiner schweren Knieoperation richtig zu erholen“, so Eintracht-Manager Uwe Seemann am Montag über einen Grund des Trainerwechsels. Einen weiteren fügt er hinzu: „Die Entscheidung ist im Einklang mit Siggi gefallen. Nach fünf Jahren als Trainer war er dann doch ein wenig ausgelaugt.“ Unterstützung bekommt Matthias Michler von Stephan Neigenfink, der künftig in Doppelfunktion als Co-Trainer und Spieler amtieren soll. Allerdings stellt Manager Seemann klar: „An Spieltagen ist Stephan nur Spieler.“

Stephan Neigenfink als Mannschaftskapitän

Ein weiteres Amt hat Stephan Neigenfink zudem künftig noch: Er wird das Eintracht-Team als Mannschaftskapitän führen. Zum Mannschaftsrat, das gab Matthias Michler am Montagabend ebenfalls bekannt, zählen Patrick Selle, Patrick Neigenfink, Florian Lösch und Sebastian Mauritz. Ein weiterer Aspekt in den Reden von Seemann und Michler waren auch die anstehenden Testspiele. „Wir haben jede Menge Anfragen von renommierten Mannschaften bekommen. Das spricht natürlich für unseren Verein“, so Seemann.

Bisher sind es sechs Testspiele, die festgezurrt wurden. Dabei trifft die Elf fast durchweg auf höherklassige Mannschaften. Am Sonnabend spielt Lüttchendorf gegen Ammendorf. Das erste Testspiel beginnt 14 Uhr. Es folgen die Partien gegen die Verbandsligisten FC Weißenfels (7. Juli), VfB Sangerhausen (13. Juli), Blau-Weiß Farnstädt (16. Juli), und den SC Bernburg (23. Juli), ehe es zum Schluss der Vorbereitung gegen die Landesklasse-Vertretung vom FSV Bennstedt geht (6. August). Alle Partien werden in Lüttchendorf ausgetragen.

„Wir haben die Qualität aufzusteigen. Deshalb kann es nur diese Zielstellung geben“

„Das ist natürlich eine ambitionierte Vorbereitung. Wir spielen gegen Mannschaften, auf die wir dann vielleicht in der nächsten Saison in Punktspielen treffen. Aber das gefällt mir. Ich treffe lieber auf Mannschaften, die Fußball spielen wollen und sich nicht nur hinten reinstellen“, so der neue Trainer Matthias Michler.

Auch der neue Coach blickte auf der Mannschaftssitzung nach vorn: „Wir haben die Qualität aufzusteigen. Deshalb kann es nur diese Zielstellung geben“, sagt er. Und weiter: „Ich freue mich über das Vertrauen, das in mich gesetzt wird, und ich freue mich auf die Aufgabe, die vor uns liegt. Wir haben eine ambitionierte Zielstellung. Wir wollen mit Spaß Fußball spielen. Aber auch Disziplin und Ordnung sind nötig, dann hat man Erfolg. Und wenn man Erfolg hat, hat man auch Spaß.“

Auf Spaß und Erfolg hofft auch der neue Kapitän Stephan Neigenfink: „Nach acht Monaten Pause hat jeder von uns Bock auf Fußball. Ich bin optimistisch, dass wir das Kind schon schaukeln werden. Mein Ziel ist es jedenfalls, im nächsten Jahr mit Euch zusammen auf Mallorca den Aufstieg in die Verbandsliga zu feiern.“