Inzidenz von 1.949

Corona-Pandemie fordert ein weiteres Todesopfer in Mansfeld-Südharz

Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Mansfeld-Südharz nach wie vor im Griff. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1.949.

Von Felix Fahnert Aktualisiert: 08.03.2022, 17:32
Symbolfoto - Corona-Test
Symbolfoto - Corona-Test (Foto: imago images/Eibner)

Eisleben/Hettstedt/Sangerhausen/MZ - Amtsärztin Birgit Achilles hat darauf hingewiesen, dass die Corona-Pandemie weiterhin in erheblichem Maße den Landkreis und die Kreisverwaltung betreffe. Derzeit werde nachvollziehbarerweise weniger darüber berichtet. „Das heißt aber nicht, dass uns Corona nicht mehr arg beschäftigt“, sagte Achilles im Kreis-Sozialausschuss. Es sei nach wie vor eine „heiße Corona-Zeit“ mit vielen Infektionen.

Zuletzt wurden in Mansfeld-Südharz innerhalb einer Woche 2.606 neue Fälle gemeldet, die Inzidenz lag am Dienstag bei 1.949,3. Ein neuer Todesfall ist im Vergleich zum Vortag hinzugekommen. In Senioreneinrichtungen habe es etwa jüngst wieder einen Anstieg der Fälle gegeben. Insgesamt neun Einrichtungen im Kreis seien betroffen, sowohl Bewohner als auch Personal sei infiziert. Von den rund 130.000 Einwohnern in Mansfeld-Südharz seien rund 22 Prozent bereits infiziert gewesen. Aktuell seien knapp 3.000 Menschen in häuslicher Quarantäne.

Amtsärztin enttäuscht von Impfquote in Mansfeld-Südharz

Glücklicherweise sorge die derzeit grassierende „Omikron“-Variante für weniger schwere Verläufe. „Mit der Inzidenz wären wir vor einem Jahr gar nicht mehr arbeitsfähig gewesen“, sagte Achilles. Die Zahl der Menschen auf der Intensivstation liege zwar im einstelligen Bereich, dennoch seien in der Vorwoche etwa zwei Menschen gestorben - und damit „zwei zu viel“, so Achilles. Auch beim Gesundheitsamt sorge das Virus dafür, dass zeitweise die Hälfte der Mitarbeiter erkrankt waren.

Enttäuschend sei, dass die Erstimpfquote im Kreis bei nur 68,7 Prozent liege. „Wir preisen unseren Impfstoff an wie Sauerbier“, so Achilles.