Güntersberge

Güntersberge: Kiez bekommt neuen Träger

Güntersberge - Das Kinder- und Erholungszentrum (Kiez) Güntersberge bekommt einen neuen Träger; nach gut einem halben Jahr Schließung geht es jetzt weiter. Das bestätigte Jürgen Bentzius (SPD), Bürgermeister der Stadt Harzgerode, auf Anfrage der MZ. „Die Wiederaufnahme des Betriebes wird ...

Von Petra Korn 27.06.2016, 11:46
Das Kinder- und Erholungszentrum war durch den Widerruf von Fördermitteln und sinkender Übernachtungszahlen in wirtschaftliche Schieflage geraten.
Das Kinder- und Erholungszentrum war durch den Widerruf von Fördermitteln und sinkender Übernachtungszahlen in wirtschaftliche Schieflage geraten. Urheber: Chris Wohlfeld

Das Kinder- und Erholungszentrum (Kiez) Güntersberge bekommt einen neuen Träger; nach gut einem halben Jahr Schließung geht es jetzt weiter. Das bestätigte Jürgen Bentzius (SPD), Bürgermeister der Stadt Harzgerode, auf Anfrage der MZ. „Die Wiederaufnahme des Betriebes wird vorbereitet.“

Für diese Vorbereitungen ist die VHS-Bildungswerk GmbH derzeit bereits als Pächter vor Ort, erklärte Marion Brademann, Geschäftsführerin des in Magdeburg ansässigen gemeinnützigen Unternehmens für Aus- und Weiterbildung sowie Kinder- und Jugendhilfe.

Der Kauf des Kiez soll durch eine ausgegründete Tochtergesellschaft erfolgen, deren 100-prozentiger Gesellschafter die VHS-Bildungswerk GmbH ist. Der Kaufvertrag soll demnächst notariell beurkundet werden. Danach wird es dann ausführlichere Informationen geben, was der neue Träger vorhat, welches Konzept er umsetzen will. Andreas Pasche, Leiter des Kiez, sagte aber schon einmal: „Es bleibt definitiv ein Kiez. Daran ändert sich gar nichts.“ Auch zum Thema Kindertagesstätte soll es nach dem Kauf Informationen geben.

Der offizielle Neustart des Kinder- und Erholungszentrums ist für Juli vorgesehen. Die ersten Gäste sind aber schon wieder da. „60 Kinder aus Thüringen, eine Klassenfahrt“, sagte Andreas Pasche.

Seit Januar vergangenen Jahres wurde um die Zukunft des Kiez gerungen. Hier hatte der Trägerverein einen Insolvenzantrag gestellt: Die Einrichtung war durch den Widerruf von Fördermittelbescheiden, aber auch durch seit Jahren auflaufende Verluste wegen sinkender Übernachtungszahlen in wirtschaftliche Schieflage geraten (die MZ berichtete). Der Betrieb der Einrichtung lief zunächst weiter, auch die Kindertagesstätte im Kiez, die „Villa Kunterbunt“, blieb geöffnet. Doch ein Vertrag mit einem ersten potenziellen neuen Betreiber kam nicht zustande, eine Übernahme scheiterte. Schließlich wurden der Betrieb im Kiez per 30. November eingestellt und auch die Kita geschlossen. Neue Hoffnung gab es, als Anfang Dezember vergangenen Jahres ein Kaufvertrag mit einem anderen Interessenten unterzeichnet wurde; doch dieser trat dann vom Kaufvertrag zurück. (mz)