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Karls Erlebnis-Dorf will sich in Döbeln ansiedeln - doch bei Bürgern regt sich Widerstand

Karls Erlebnis-Dorf möchte sich in Döbeln niederlassen. Der Stadtrat der sächsischen Gemeinde stimmt dazu am Donnerstag über den Bebauungsplan ab. Doch Bürger wehren sich dagegen.

28.09.2022, 10:49
Karls Erlebnis-Dorf will sich in Döbeln ansiedeln. Dagegen regt sich Widerstand.
Karls Erlebnis-Dorf will sich in Döbeln ansiedeln. Dagegen regt sich Widerstand. Foto: dpa/Symbol

Döbeln/DUR - Karls Erlebnis-Dorf möchte sich am Rande der sächsischen Stadt Döbeln an der A14 niederlassen. Der Abwägungsbeschluss zum Entwurf des Bebauungsplanes für Karls Erlebnis-Dorf soll am Donnerstag durch Döbelns Stadträte gefasst werden, berichtet die LVZ. Doch es regt sich anonymer Widerstand gegen das Großprojekt.

Offener Brief spricht sich gegen Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln aus

Seit Juni war der Entwurf für den Freizeitpark öffentlich im Rathaus einzusehen. Zudem waren die Unterlagen auch auf der Homepage der Stadt einsehbar. Doch gegen die Ansiedlung des Unternehmens regt sich plötzlich Widerstand.

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Viele Bürger sollen sich anonym gegen den Bau bei der Stadt ausgesprochen haben. Auch ein offener Brief macht derzeit bei Unternehmen, Einrichtungen und Vereinen die Runde, der ebenfalls anonym verfasst wurde.

Karls in Sachsen: Oberbürgermeister hätte gern das Gespräch mit Kritikern gesucht

Auf mehreren Seiten wird das Vorgehen der Stadtverwaltung hinterfragt und dieser nicht ordnungsgemäßes Vorgehen unterstellt, heißt es bei der LVZ weiter.

Ein Vorwurf: Die Karls Tourismus GmbH soll das Grundstück an der Autobahn deutlich zu billig bekommen haben. Steuermittel in Millionenhöhe würden damit verschwendet.

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Der offene Brief fordert, den Baubeschluss zu verhindern und mit "Karls" nachzuverhandeln. Auf dem Brief finden sich zwar mehrere Namen, doch diese sind nicht unterzeichnet. Zudem sollen diese Personen nicht in Döbeln gemeldet sein. Es könne sich dabei allerdings auch um frei erfundene Namen handeln.

Oberbürgermeister Sven Liebhauser erhielt den Brief ebenfalls und hinterfragt die Sinnhaftigkeit dessen. Laut LVZ hätte er gern persönlich das Gespräch mit den "Karls"-Gegnern gesucht.