Motivation

Was der Kinderfreizeittreff „Kleine Blaue Maus“ in Lützen in den Ferien anbietet

Von Holger Zimmer
Grit Deibicht leitet die Kindereinrichtung in der Göteborger Straße bereits seit gut zwölf Jahren.  Auch informative Bücher gehören für die Mädchen und Jungen zur Ausstattung.
Grit Deibicht leitet die Kindereinrichtung in der Göteborger Straße bereits seit gut zwölf Jahren. Auch informative Bücher gehören für die Mädchen und Jungen zur Ausstattung. (Foto: Holger Zimmer)

Lützen/MZ - Die Sommerferien werfen im Kinderfreizeittreff „Kleine Blaue Maus“ ihre Schatten voraus. Verbunden ist das für die Hortkinder in den Lützener Kindereinrichtungen, zu denen auch die evangelische Kita gehört, mit einem traditionellen Spaßsportfest. Da werden Gummistiefel rückwärts geworfen und auch das Werfen von Hufeisen gehören zu den Disziplinen. „Das ist immer mit viel Gaudi verbunden“, sagt Grit Deibicht, die die Einrichtung, die zum Christlichen Jugenddorfwerk Zeitz gehört, seit zwölf Jahren leitet. Sie betont, dass man die Kinder mit tollen Angeboten wieder motivieren möchte. „Denn viele haben sich in der Corona-Zeit zurückgezogen und fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen.“

Die 55-Jährige gehörte früher zum Team soziale Jugendarbeit und hat Heranwachsende in Storkau, Uichteritz sowie Großkorbetha betreut. Es gab ab und an Ärger und das Geld reichte nicht, so dass viele Jugendklubs inzwischen längst nicht mehr existieren. Wenn jetzt in Lützen wieder He-ranwachsende den Wunsch nach einer festen Bleibe haben, in der man sich treffen kann, hält das selbst Grit Deibicht für illusorisch. „Denn es gibt immer Jugendliche, die über die Stränge schlagen.“

Wie es zum Namen „Kleine Blaue Maus“ kam?

Wie es zum Namen „Kleine Blaue Maus“ kam? Das hatte mit dem Verein Jugend und Technik zu tun, dessen Domizil „Blaue Maus“ sich ebenfalls auf dem weitläufigen Areal befand. Deshalb nannte sich der Kindertreff ähnlich. Grit Deibich sagt nun: „Wir suchen jetzt einen anderer Name.“ Welcher, das steht noch nicht fest. Beim Einzug habe das Domizil neue Fenster und eine Treppe bekommen und auch drei Computer erhalten, die leider längst in die Jahre gekommen sind.

Insgesamt unterstützt freilich die Stadt die Arbeit jährlich mit einem vierstelligen Betrag. Immerhin richten sich die Angebote an Grund- und Förderschüler. „Wir haben nun mit geholfen, dass drei Kinder die Versetzung in die zweite Klasse geschafft haben.“ Außerdem entstehen kleine Filme und es gibt eine Foto-Arbeitsgemeinschaft. Allerdings war es wegen des langen Lockdowns schwierig, weil man sich immer nur um einzelne Kinder kümmern konnte.

„Die Kinder sollen den richtigen Umgang lernen“

Darüber hinaus wolle man die mediale Kompetenz stärken. Da komme man auch an Angebote zu Internet, Instagram, YouTube und WhatsApp nicht herum. „Die Kinder sollen den richtigen Umgang lernen und wir informieren auch über die Konsequenzen, wenn man Bilder von sich und anderen verschickt.“

Geplant sind im August wieder zwei Durchgänge Reiterferien in Poserna auf dem Hof von Silke Hopf. Beide sind inzwischen belegt. Dabei können sich Mädchen und Jungen um die Vierbeiner kümmern, sie striegeln, aber auch Gänse, Puten, Katze, Hund, Schweine und Kaninchen aus nächster Nähe erleben. Doch es geht nicht nur um die Tiere und das Reiten, sondern auch um die Natur. So sollen zum Beispiel Kräuter gesammelt und mit ihnen ein schmackhafter Quark zubereitet werden. Auf diese Weise sollen die Kinder die Natur intensiver kennenlernen und für die Umwelt sensibilisiert werden.