Große Ziele in kleinen Dörfern

Um Muschwitz hofft man auf Landflucht der Leipziger

Von Holger Zimmer
Jens Wojtyschak steht vor einem Abrisshaus.
Jens Wojtyschak steht vor einem Abrisshaus. (Foto: Holger Zimmer)

Wuschlaub/MZ - Die Verbindungsstraße von Hohenmölsen zur Autobahnauffahrt der A 38 macht es möglich. Die vor Jahren scheinbar abgehängten Dörfer um Muschwitz haben wieder eine Perspektive. „Denn es gibt eine Nachfrage nach Wohnraum“, sagt SPD-Ortsbürgermeister Jens Wojtyschak. Vor allem aus Leipzig zieht es die Menschen aufs Land. Und ein weiterer Nebeneffekt: Man ist in nicht mal einer halben Stunde in der alten Messestadt. So sind in Söhesten in der Vergangenheit bereits ein Dutzend Einfamilienhäuser entstanden, aber auch in Tornau hat es Zuzug gegeben.

Wuschlaub könnte künftig ein heißer Kandidat für Menschen mit Bedarf für ein Haus im Grünen sein. Dort nennt die Stadt Lützen ein 1.800 Quadratmeter großes Grundstück ihr Eigen, das für Investoren interessant sein könnte. Anstelle eines in sich zusammenfallenden alten Fachwerkhauses könnten drei kleinere Grundstücke bebaut werden. Daneben gibt es aber direkt und faktisch im Ortszentrum verfallende Häuser, die geradezu darauf warten, dass die Parzellen revitalisiert werden. Jens Wojtyschak spricht von Entwicklungsflächen. Auch eine Erschließung vom vor Jahren bereits sanierten Ahornplatz wäre möglich. Illusorisch scheint der Zuzug nicht zu sein, denn Wasser und Energie liegen ebenfalls an.