Tradition

Trotz steigenen Infektionszahlen: Weihnacht auf der Haynsburg in Wetterzeube soll stattfinden

Doch es gibt Schwierigkeiten bei der Absicherung.

Von Matthias Voss 12.11.2021, 15:30
Einen Weihnachtsmarkt auf der Haynsburg, hier ein Foto aus dem Jahr 2017, soll es dieses Jahr wieder geben.
Einen Weihnachtsmarkt auf der Haynsburg, hier ein Foto aus dem Jahr 2017, soll es dieses Jahr wieder geben. Foto: R. Weimer

HAYNSBURG/MZ - Nach einem Jahr Pause soll in diesem Jahr wieder die Burgweihnacht der Gemeinde Wetterzeube auf der Haynsburg stattfinden. Als Termin steht Sonnabend, der 4. Dezember, zwischen 15 und 19 Uhr fest. Doch die unklare Situation bezüglich der Corona-Pandemie stellt die Organisatoren vor Problemen, die am Dienstag in der Sitzung des Kulturausschusses noch nicht erschöpfend geklärt werden konnten.

Weihnacht auf der Haynsburg in Wetterzeube soll stattfinden

„Wir müssen davon ausgehen, dass es statt einer 3G- vielleicht eine 2G-Regelung geben wird. Da stellt sich die Frage, wie wir das personell absichern“, fragte Ausschussvorsitzender Thomas Karkein (Die Linke) zu Beginn in die Runde. Eingeladen zu der Sitzung waren nämlich auch die Vereine, die in den vergangenen Jahren maßgeblich am Ablauf der Burgweihnacht beteiligt waren. Doch bei 2G würden zahlreiche Beteiligte Probleme bekommen, weil viele Mitglieder noch nicht geimpft sind.

So wären die Feuerwehrvereine Breitenbach und Wetterzeube sogar nahezu komplett raus. „Wir könnten zumindest unseren Stand machen. Aber mit dem Aufspielen könnte es schwierig werden“, erklärte Ines Schellenberg, Vorsitzende der Schalmeienkapelle Wetterzeube. „Wenn die Vereine sich mal wieder präsentieren und auch ein bisschen Geld einnehmen wollen, hätten sie doch dafür sorgen können, dass ihre Leute geimpft sind“, meinte Bürgermeister Frank Jacob (Die Linke) etwas säuerlich.

Draußen statt drinnen: Planung für Sicherheit der Weihnachtsmarktbesucher

So wurde darüber eifrig diskutiert, wer was absichern könnte. Jürgen Graul vom Feuerwehrverein Haynsburg meinte, dass der Weihnachtsmarkt komplett unter freiem Himmel, statt teilweise wie bisher innerhalb der Burg, stattfinden könnte. „Wir könnten dafür auch ein paar Zelte zur Verfügung stellen“, so Graul. Aber während Karkein keine Zeltstadt neben den Holzhäuschen sehen möchte, meinte Jacob, „dass wir die größeren Räume wie die Tenne oder den Speicher doch gut durchlüften können.“ Zur Not müsste es ein paar Stände weniger geben.

Einig war man sich auf alle Fälle, dass es an der Versorgung nicht scheitern soll. So wollen sich die Schalmeienkapelle zusätzlich um Fischbrötchen und die Freunde des Motorradmuseums um Steaks kümmern. Und die Gymnastikfrauen des SV Wetterzeube würden diverse Kuchen backen. „Dann lasst es uns angehen und abwarten, was in der Politik demnächst passiert“, sagte Thomas Karkein.