Landesweingut

Landesweingut: Unternehmen bleibt in den Saalhäusern

Bad Kösen - Es deutete sich schon an, nun ist es gewiss: Das Landesweingut Kloster Pforta entsteht nicht an einem neuen Standort, sondern bleibt am angestammten in den Saalhäusern. Das haben die Aufsichtsräte des Mutterbetriebes Landgesellschaft und des Landesweingutes am Montag auf einer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Wie beide Unternehmen erklärten, sei das Votum „nach intensiver und sehr konstruktiver Diskussion“ einstimmig gefallen. Besprochen worden war demnach ein von den Gesellschaftern vorgelegtes Entwicklungskonzept und der „Neubau des Landesweingutes am umzugestaltenden bisherigen Standort“. In der jüngeren Vergangenheit war dieser immer wieder ausgeschlossen worden - kein Entwicklungspotenzial, schlechte verkehrstechnische Anbindung und vor allem die Hochwasser-Gefährdung wurden als wesentlichste Gründe ...

Von Michael Heise 12.09.2019, 08:39

Es deutete sich schon an, nun ist es gewiss: Das Landesweingut Kloster Pforta entsteht nicht an einem neuen Standort, sondern bleibt am angestammten in den Saalhäusern. Das haben die Aufsichtsräte des Mutterbetriebes Landgesellschaft und des Landesweingutes am Montag auf einer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Wie beide Unternehmen erklärten, sei das Votum „nach intensiver und sehr konstruktiver Diskussion“ einstimmig gefallen. Besprochen worden war demnach ein von den Gesellschaftern vorgelegtes Entwicklungskonzept und der „Neubau des Landesweingutes am umzugestaltenden bisherigen Standort“. In der jüngeren Vergangenheit war dieser immer wieder ausgeschlossen worden - kein Entwicklungspotenzial, schlechte verkehrstechnische Anbindung und vor allem die Hochwasser-Gefährdung wurden als wesentlichste Gründe genannt.

„Bad Kösen ist viel besser“

Nach der Pleite am Prestigestandort Schulpforte nun der Sinneswandel, offenbar auch befördert durch fehlende gute Alternativen, naturschutz- und denkmalpflegerische Hürden sowie zuletzt deutliche Skepsis in der Politik. Ortsbürgermeister Holger Fritzsche (BBK) jedenfalls zeigt sich erleichtert: „Schulpforte wäre gut gewesen, Bad Kösen ist viel besser. Wir haben so Gewissheit, dass der Standort nicht verloren geht, vielmehr nun ausgebaut und gefestigt wird. Es lassen sich viele Effekte erzielen. Ich denke dabei auch an den Ausbau der Straßen zum Landesweingut.“ Fritzsche sieht damit zudem Spekulationen beseitigt, um die Perspektive des Unternehmens in Händen des Landes sei es nicht gut bestellt. „Die Entscheidung zeigt mir, dass man sich klar zum Betrieb bekennt“, meint er und hofft bei alledem auf einen straffen Zeitplan, auch angesichts des Umstandes, dass das Landesweingut nach der Kündigung durch Björn Probst (wir berichteten) mit Fritz Schumann nur einen kommissarischen Geschäftsführer hat.

Zeitplan: vier Jahre

In der Tat ist die Perspektive an der Unternehmensspitze weiter offen, und auch mit Details zum baulichen Neuanfang halten sich Weingut und Gesellschafter zurück. Staatsminister und Landesweinguts-Aufsichtsratschef Rainer Robra sowie Claudia Dalbert, Aufsichtsratsvorsitzende der Landgesellschaft, brachten lediglich ihre Freude darüber zum Ausdruck „dass der Neubau jetzt am bisherigen Standort verwirklicht werden kann“ und „die erforderlichen Planungs- und Umzugsschritte nun unverzüglich ausgelöst“ würden. Der Beschluss der Aufsichtsräte sieht demnach vor, den Neubau in den Saalhäusern innerhalb von vier Jahren umzusetzen.