Feuer und Flamme

Deubener Feuerwehr eröffnet ein eigenes Museum

Deubener Feuerwehr eröffnet anlässlich ihres 125. Jubiläums ein eigenes Museum. Was Besucher dort erwartet.

Von Von Meike Ruppe-Schmidt
Christian Lippert (l.) und Christian Gassmann zeigen die historische Helmsammlung im Museum.
Christian Lippert (l.) und Christian Gassmann zeigen die historische Helmsammlung im Museum. (Foto: Meike Ruppe-Schmidt)

Deuben/MZ - An den Wänden hängen historische Schlauchspritzen. Und in den Regalen sind rund 50 Feuerwehrhelme aus den verschiedensten Ländern und Epochen aufgereiht. Auch alte Orden und historische Feuerwehr-Uniformen sind zu sehen. Christian Gassmann und Christian Lippert sind stolz darauf, was in den letzten drei Jahren in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Deuben entstanden ist. Auf 50 Quadratmetern haben die Kameraden hier verteilt auf vier Räume ein kleines Museum eingerichtet. Ab diesem Freitag soll es einmal pro Woche für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Warum die Deubener so sehr Feuer und Flamme für Geschichte sind? „Die Idee entstand, weil wir hier über die Jahre viele historische Utensilien in unserem sogenannten Traditionskabinett gesammelt hatten“, erzählt Ortswehrleiter Gassmann. „Diese wollten wir in einem angemessenen Rahmen präsentieren und damit vor allem für unsere Kinder und die Jugend ein Stück Geschichte im Ort bewahren.“

„Alles geschah in Eigenleistung der Mitglieder“

Eigentlich sollte das Museum bereits im letzten Jahr anlässlich des 125. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Deuben eröffnen. Doch wegen Corona konnte das Fest nicht stattfinden. „Ursprünglich wollten wir die Feier dann in diesem Jahr nachholen. Aber aufgrund der Pandemie haben wir auf die Feierlichkeit verzichtet.“ Immerhin, das Feuerwehrmuseum wolle man nun eröffnen. Schließlich steckt das ganze Herzblut der Kameraden darin. In den vergangenen drei Jahren wurden hier die Räume renoviert, Fußböden verlegt, Vitrinen gebaut, Beschriftungen vorgenommen. „Alles geschah in Eigenleistung der Mitglieder“, so Gassmann. Worauf man besonders stolz ist: Im Besitz der Deubener Feuerwehr befinden sich außerdem neben einer Pferdegeführten Handdruckspritze aus dem Jahr 1895 auch einige historische Fahrzeuge, die derzeit teilweise noch restauriert werden. Darunter ein W50-Gruppenlöschfahrzeug aus dem Jahr 1976 sowie ein Tragkraftspritzenanhänger aus den 50er Jahren.

Vor die Handdruckspritze von 1895 wurde  ein Pferd gespannt.
Vor die Handdruckspritze von 1895 wurde ein Pferd gespannt.
(Foto: Ruppe-Schmidt)

Außerdem gehört ein W50-Tanklöschfahrzeug, das Anfang der 80er Jahre gebaut wurde, zum Repertoire und wird sogar teilweise noch eingesetzt. „Es ist geplant, dass diese Fahrzeuge an besonderen Tagen auch vorgeführt werden“, sagt Gassmann. Besondere Tage, welche hauptsächlich die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr im Ort gestalten. Dazu zählten in Zeiten vor der Pandemie jährliche Events wie das Tannenbaumverbrennen im Januar, das Osterfeuer, das Zuckertütenfest für die Kitakinder, sowie die Beachparty und das Jugendzeltlager im Sommer.

„Damit haben wir uns zu einem Magnet für die Jugend im Ort entwickelt“

„Damit haben wir uns zu einem Magnet für die Jugend im Ort entwickelt“, so Gassmann. Mit rund 40 Kindern und Jugendlichen seien es sogar mehr Mitglieder aus diesem Bereich als erwachsene Einsatzkräfte. „Das stimmt uns positiv für die Zukunft und bestätigt uns darin, dass es sich lohnt, sich aktiv hier zu engagieren“, so der Ortswehrleiter. Schließlich laute das Motto der Deubener Kameraden nicht umsonst: „Wenn nicht wir, wer sonst?“

Feuerwehrmuseum , Bauhof 2-3 in Deuben. Geöffnet freitags 17 bis 20 Uhr oder nach telefonischer Absprache unter 0171/2089226. Der Eintritt ist frei.