Nicht mehr auf dem neusten Stand

Absage für neuen Spielplatz in Taucha

Wie die Stadt das begründet.

Von Tobias Schlegel
Der im Juni eingeweihte neue Spielplatz in Webau freut dessen Einwohner – sorgt aber auch für etwas Missgunst in anderen Ortschaften.
Der im Juni eingeweihte neue Spielplatz in Webau freut dessen Einwohner – sorgt aber auch für etwas Missgunst in anderen Ortschaften. (Foto: imago images/Rene Traut)

Taucha/Hohenmölsen/MZ - Der im Juni eingeweihte neue Spielplatz in Webau freut dessen Einwohner – sorgt aber auch für etwas Missgunst in anderen Ortschaften. Auf Facebook beklagte eine Frau jüngst, dass der Spielplatz in Taucha veraltet sei und man sich in dem Ort gern einen neuen wie in Webau wünschen würde. Stadtratsmitglied Frank Weidauer (Die Linke) nahm den Hinweis der Bürgerin auf und sprach das Thema bei der Hohenmölsener Stadtverwaltung an, die dazu vor Kurzem im Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss (SBK) Stellung nahm.

Spielplätze sind benutzbar

Demnach gebe es in Taucha zwei Spielplätze. Unklar ist, welchen von beiden die Bürgerin gemeint hat. „Die beiden Spielplätze haben Gebrauchsspuren und sind sicher nicht mehr auf dem neusten Stand, aber noch benutzbar“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Birgit Rutkowski. Der Zustand der Spielplätze werde regelmäßig fachkundig geprüft, in Taucha sei eine Hauptinspektion von einem „sachkundigen Mitarbeiter des Bauhofes und einem Sicherheitsingenieur“ erst vor wenigen Wochen im Juni geschehen.

Hier wurden nur kleine Mängel festgestellt, so muss etwa an einer Schaukel wieder etwas Sand nachgefüllt werden. „Wir sind froh, einen so guten Bestand an Spielplätzen in der Stadt zu haben“, sagte Birgit Rutkowski. Ein neuer Spielplatz für Taucha sei angesichts dessen nicht geplant.

Müll ist großes Problem

Auch der SBK-Ausschuss sieht derzeit keine Notwendigkeit dafür. „Die Spielgeräte in Taucha sind in Ordnung. Problematisch ist, dass Jugendliche aus dem Ort dort immer ihren Müll zurücklassen“, sagte Andreas Knop von der Wählergemeinschaft „Aktives Hohenmölsener Land“ (AHL), der mit seinen Enkeln des Öfteren die Spielplätze in Taucha aufsucht. Auch die Stadtverwaltung habe dieses Problem erkannt und sieht es kritisch, dass Besucher von Spielplätzen ihren Müll nicht in die vorgesehenen Abfalleimer werfen.

Sollten aber generell Probleme oder Beanstandungen bestehen, bittet die Hohenmölsener Verwaltung ihre Bürgerinnen und Bürger, diese direkt der Stadt und nicht nur bei Facebook mitzuteilen. Der Ausschussvorsitzender Dirk Bunda (AHL) sieht das genauso: „Facebook sollte keine Beschwerdestelle sein“, sagte er.