Klinikum Burgenlandkreis

Klinikum Burgenlandkreis: Neuer Chefarzt für Zeitz gesucht

Zeitz/Naumburg - Zu einer vierstündigen Krisensitzung trat der Aufsichtsrat des Klinikums Burgenlandkreis am Freitag in Naumburg zusammen.

Von Yvette Meinhardt 18.02.2017, 07:00

Zu einer vierstündigen Krisensitzung trat der Aufsichtsrat des Klinikums Burgenlandkreis am Freitag in Naumburg zusammen. Denn im Zeitzer Agricola-Klinikum gibt es zahlreiche Probleme: Die Grippewelle hat aktuell eine Personalnot ausgelöst, vor allem Schwestern fehlen. Hinzu kommt: Zur Mitte des Jahres spitzen sich die personellen Engpässe am Zeitzer Haus weiter zu.

Bereits zum 30. Juni verlässt Chefarzt Doktor Jürgen Truckenbrodt die Einrichtung, ein Nachfolger für den Privatdozenten (eine akademische Stufe unter dem Professor) ist bislang nicht in Sicht. Auch die Radiologen verlassen das Zeitzer Krankenhaus, denn im Gewerbegebiet Zeitz-West wächst gerade ein Neubau. Hier wollen sich die Radiologen niederlassen - sie fehlen dann im Krankenhaus. Und schließlich ruht der Anbau des Krankenhauses in der Lindenallee. Nach MZ-Informationen werden rechtliche Auseinandersetzungen um Vergabemodalitäten den Bau um mindestens drei Monate verzögern. Das wiederum reißt ein finanzielles Loch in den Haushalt des Klinikums.

Am Montag findet in der Kreisverwaltung die Sitzung des Kreisausschusses statt

Schließlich ging es auch um die bevorstehenden Änderungen der Gesellschafterverträge des Klinikums Burgenlandkreis GmbH und deren Tochterunternehmen Burgenlandkreis Servicegesellschaft mbH, des Ambulantes Zentrums (MVZ) und der Bildungs- und Kooperationsgesellschaft. Denn diese stehen am Montagabend im Kreisausschuss zur Debatte. Dabei besitzt jedes Tochterunternehmen einen eigenen Aufsichtsrat und diese Gremien sollen abgeschafft werden.

In diesem Zusammenhang sollen die Gesellschafterversammlungen neu strukturiert werden. Margarete Späte (CDU), Mitglied des Aufsichtsrates Klinikum Burgenlandkreis, hält das für sinnvoll. „Wir brauchen nicht für jede Tochter einen eigenen Aufsichtsrat“, sagt Späte und hält dabei den Aufsichtsrat des Klinikums für das geeignete Instrument für alle anderen Tochterunternehmen.

Am Montag, 20. Februar, 17 Uhr findet in der Kreisverwaltung die Sitzung des Kreisausschusses statt. (mz)