Brand bei Kuhndorf

Brand bei Kuhndorf: Ein Feuer wie im Katastrophenfilm

Kuhndorf/Zeitz - Wie in einem Katastrophenfilm“, so kommentierten viele den Brand eines Feldes zwischen Zeitz und Kuhndorf am Sonntagnachmittag in sozialen Netzwerken und auf Onlineplattformen.  Dutzende Fotos wurden veröffentlicht und immer wieder lautete die Frage, ob Gefahr für anliegende Orte bestehe. Schließlich war der Qualm weit über die Bergsiedlung und Zeitz-Ost zu sehen, bis Tröglitz und die Elsteraue und in Thüringen. „Ich kann mich in den letzten Jahren, fast möchte ich sagen, Jahrzehnten, nicht an einen solchen großen Feldbrand erinnern“, sagt Ute Schulze, „in den 1960er Jahren, als ich Kind war, brannten öfter die Felder. Sommer, Sonne, Hitze ...

Von Angelika Andräs

Wie in einem Katastrophenfilm“, so kommentierten viele den Brand eines Feldes zwischen Zeitz und Kuhndorf am Sonntagnachmittag in sozialen Netzwerken und auf Onlineplattformen.  Dutzende Fotos wurden veröffentlicht und immer wieder lautete die Frage, ob Gefahr für anliegende Orte bestehe. Schließlich war der Qualm weit über die Bergsiedlung und Zeitz-Ost zu sehen, bis Tröglitz und die Elsteraue und in Thüringen. „Ich kann mich in den letzten Jahren, fast möchte ich sagen, Jahrzehnten, nicht an einen solchen großen Feldbrand erinnern“, sagt Ute Schulze, „in den 1960er Jahren, als ich Kind war, brannten öfter die Felder. Sommer, Sonne, Hitze halt.“

Gefahr für das Klinikum?

Brisant war der Brand zwischen Kuhndorf und Großpörthener Straße allerdings schon wegen der Nähe zum Klinikum, aber auch der Schießplatz Kuhndorf und die Wasseraufbereitungsanlage erhöhten das Gefahrenpotenzial. Einsatzleiter Tobias Becker von der Zeitzer Feuerwehr war sich dieses Risikos voll bewusst. Auch die Leitstelle reagierte schnell: Weil sich das Feuer auf einer Anhöhe und durch die Windböen schnell ausbreitete und immer wieder Anrufe eingingen, wurden weitere Einsatzkräfte  nachalarmiert.

Weit über 20 Feuerwehren von Aue-Aylsdorf bis Zorbau und Tröglitz bis Pölzig sowie Polizei und Rettungsdienst und der Funktrupp aus Sössen waren schließlich vor Ort: 167 Feuerwehrleute mit 37 Einsatzfahrzeugen.  Immerhin standen 35 Hektar Getreidefeld in Flammen.  Doch die Feuerwehrleute hatten den Brand im Griff. Entwarnung für das Klinikum: Dort wurde auf die Aufforderung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, unverzüglich reagiert, wie die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Marika Hesse bestätigte, es sei zu keinerlei Einschränkungen im Betrieb gekommen.

„Feuer aus“

Gegen 16.30 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Einsatzleiter Becker übergab an den Wittgendorfer Wehrleiter Matthias Schneider. Der Einsatz dauerte mit Restlöscharbeiten und der Suche nach verbliebenen Brandnestern aber noch weiter an.

Feldbrände beschäftigen Retter

Zur Brandursache gibt es bisher noch keine gesicherten Angaben.  Die Polizei geht bislang davon aus, dass keine weiteren Ermittlungen notwendig sind. Feldbrände, aber auch Brände von Technik, die im Sommer auf den Feldern eingesetzt wird, wie Strohballenpressen, kommen immer wieder vor. Allein in den letzten Wochen sind in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ein halbes Dutzend Feldbrände, dazu mehrere Maschinenbrände und zwei Brände in kleineren Waldbereichen bekannt geworden.

Professionelle Arbeit

„Es waren ja Maschinen draußen, aber es hat  niemand auf dem Feld direkt gearbeitet, wo es brannte“, sagt Ursula Werner, „ich kenne das von uns von Thüringen, da geriet ein Feld durch einen brennenden Strohballenpresser in Brand.“ Im Sommer, meint sie, könne das passieren, aber der Brand bei Kuhndorf sei schon extrem spektakulär gewesen. „Die Feuerwehr aus Zeitz war als erste da“, meinte sie, „und ich habe das als große Erleichterung empfunden, wie professionell es lief.“ (mz)