Artillerie zog in die Infanteriekaserne

Zeitz/MZ/and. - Einer, der es ist genau weiß, ist Rolf Zabel vom Geschichts- und Altertumsverein für Zeitz und Umgebung, und er kann der MZ auf Anfrage auch genau erklären, wie es zu der Verwirrung kommt. Oder dem Irrtum der Stadtverwaltung, wie er es ...

Einer, der es ist genau weiß, ist Rolf Zabel vom Geschichts- und Altertumsverein für Zeitz und Umgebung, und er kann der MZ auf Anfrage auch genau erklären, wie es zu der Verwirrung kommt. Oder dem Irrtum der Stadtverwaltung, wie er es nennt.

"Das Zeitzer Artilleriekasernengelände wurde mit dem Einzug der 1. Abteilung des Artillerie-Regiments 84 am 15. Oktober 1937 eingeweiht", bestätigt er, "dieser damals neue Komplex befand sich stadtauswärts auf der rechten Seite in der später in Geraer Straße umbenannten Wiener Straße." Also dort, wo sich heute noch das Finanzamt befindet. Am 19. Mai 1939 sei dann das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 11 in den ebenfalls seinerzeit neu erbauten Kasernenkomplex stadtauswärts auf der linken Seite gezogen, der ja 1998 abgerissen wurde.

Die Falschbezeichnung, so Zabel, komme daher, dass am 1. Juli 1945 mit dem Einzug der Roten Armee in diesen ehemaligen Infanterie-Kasernen-Komplex die sowjetische Artillerie einzog und ihn auch bis zu ihrem Abzug dementsprechend nutzte. "Ich bin der Meinung", meint der Heimatfreund Zabel, "man sollte hier unbedingt eine Richtigstellung vornehmen."