MSC Holstein Ostsee-Rallye

Wittenberger Joachim mit erfolgreicher Aufholjagd

Der Wittenberger erkämpft sich noch den zweiten Platz.

Von Jana Dürr 28.09.2021, 08:28
Uwe Joachim und Arwed Jungnickel im Suzuki Swift
Uwe Joachim und Arwed Jungnickel im Suzuki Swift Foto: Thomas Gorlt

Wittenberg/MZ - Mit dem eisernen Willen, beim zweiten Lauf zur Schotter-Cup-Wertung wichtige Punkte zu sammeln, startete Uwe Joachim vom MSC Lutherstadt Wittenberg mit einem von 58 Fahrzeugen im Norden beim MSC Holstein Ostsee-Rallye.

Bereits während der Vorbereitungen zeichnete sich ab, dass der VW Polo, das eigentliche Wettkampffahrzeug von Joachim, bis zum Start nicht einsatzbereit werden würde. Also kümmerte sich der Wittenberger um Ersatz und konnte einen Tag vor Anreise zur Rallye einen Suzuki Swift aus dem Erzgebirge organisieren. Solch einen kleinen Japaner bewegte er zwar nicht zum ersten Mal, jedoch ist der eigentliche Besitzer dieses Swifts kleiner als Joachim und demzufolge die Sitzposition im Auto eine andere.

In der Kürze der Vorbereitung fehlte die nötige Zeit zur Optimierung der Sitzeinstellung mit erheblichen Folgen. Joachims Füße schliefen ein und die gewohnte Position von Gaspedal, Kupplung und Bremse passte nicht. Damit ging die erste von fünf Wertungsprüfungen so ziemlich daneben. Aber als verbissener Punktejäger ließ er sich nicht unterkriegen und veränderte nach besten Möglichkeiten die Sitzeinstellung noch einmal, diesmal mit dem erhofften Erfolg.

Nachdem er sich auf dem ersten Sprint eine halbe Minute Rückstand auf den Klassensieger eingefahren hatte, konterte er kontinuierlich mit sehr guten Zeiten. Zwei der vier noch folgenden Wertungsprüfungen absolvierte Joachim sogar in Klassenbestzeit. So stand am Ende eines rasanten Rallyetages ein zweiter Platz in der Klassenwertung, verbunden mit einem 17. Gesamtrang zu Buche. Fazit des Lutherstädters: „Es war einfach genial, mit diesem Renner zu fahren!“

Weitaus weniger Glück hatten dagegen Jens Ziegler im Audi 80 Coupé sowie Thomas Schultz im Renault Clio III RS, beide für den MSC Bad Schmiedeberg am Start. Während Ziegler bereits auf der zweiten Prüfung die Strecke ausging, lag Schultz bis zum vierten Sprint mit der Klassenführung sehr gut im Rennen. Dann aber verließ den Boliden die Leistung, und auch Schultz musste in Klassenführung liegend diese Rallye vorzeitig beenden.