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Projekt Klosterhof wird vom Land großzügig gefördert

Von Dirk Skrzypczak 11.09.2007, 17:51

Coswig/MZ. - Wir sehen für die Stadt ein gutes Entwicklungspotenzial", erklärte Landesentwicklungsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) der MZ.

Die Idee zur Aufwertung des Klosterhofes ist ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt vor einem Jahr. Damals hatten Vertreter der Stadt mit jungen Leuten zwei Tage lang diskutiert, wie die Kommune auch für jüngere Generationen an Anziehungskraft gewinnen könnte. Die Sanierung der Grotte als Küche und Probierstube für anhaltische Gerichte beispielsweise dürfte alle Generationen ansprechen.

Nach der erfreulichen aber doch überraschenden Botschaft aus Magdeburg pendelte die Stimmung am Diemstag in Coswig zwischen Sekt und Magenbitter. Auf den Start des ersten Bauabschnittes, die Anbindung des Elberadweges an die Innenstadt, hatte die Kommune noch in diesem Jahr gehofft. 100 000 Euro wurden dafür kalkuliert und 20 000 Euro Eigenanteil in den aktuellen Haushalt eingearbeitet. Jetzt steht die siebenfache Summe demnächst bereit. "Es ist natürlich wunderbar, dass unsere Arbeit auf diese Resonanz stößt. Nun müssen wir aber alles zusammenkratzen, was wir haben, um unsere Co-Finanzierung abzusichern. Das wird alles andere als leicht", sagte Jeanette Engel, Büroleiterin von Bürgermeisterin Doris Berlin (parteilos). Das zweite Projekt, die Sanierung der Jahnturnhalle als Treff für Hobbysportler, wurde in das Sozialministerium überstellt.

Wilfried Köhler, Referatsleiter in Daehres Haus, setzt auf langfristige Effekte. Der Prozess dürfe nicht mit Abschluss der Modellphase Ende des Jahres abbrechen und sei keineswegs an Fördergelder gebunden. "Wir wollen die jungen Leute in Sachsen-Anhalt nicht einsperren. Sie sollen sehr wohl in die Welt ziehen, um Erfahrungen zu sammeln. Aber sie sollen danach wieder zurückkommen."