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Lesemarathon bewegt in Coswig

Zehn Stationen beim Lesemarathon in Coswig sind gut besucht. Was besonders lockt.

Von Susanne Pohl
In der Stadtbücherei in Coswig lasen die Organisatorinnen der diesjährigen Lesenacht.
In der Stadtbücherei in Coswig lasen die Organisatorinnen der diesjährigen Lesenacht. (Foto: Susanne Pohl)

Coswig - Bei zehn hörens- und sehenswerten Stationen quer durch die Stadt verteilt, mussten sich die Coswiger und ihre Gäste in den zweieinhalb Stunden Lesenacht für vier entscheiden. Thematisch war die Spanne groß. Von den „Abrafaxen“ über „Der neunte Arm des Oktopus“ bis zum Roman „Die vergessene Burg“ waren alle Leseorte gut besucht oder sogar bis zum letzten Platz besetzt.

Besonders groß war der Andrang im Schloss, was sicher nicht nur am Lesestoff lag, den Kristina Dörfel wie gewohnt so bot, dass die Lust auf das Buch bei den Zuhörern geweckt wurde. Besonders für die Coswiger war diese Station die Gelegenheit, endlich mal wieder das Schloss von innen zu sehen, bei dem sie sich seit Jahren fragen, wann sich etwas regt in Sachen Sanierung.

Dörfler dreimal ausgebucht

Auch vor dem Infozentrum des Naturschutzparks Fläming versammelten sich viele Besucher, wo Autor Ernst Paul Dörfler sein Buch „Aufs Land – Wege aus Klimakrise, Monokultur und Konsumzwang“ vorstellte. Jede seiner Lesung war „ausgebucht“. Gegenüber im Amtshaus, hoch oben in der Stadtbücherei, saßen die Organisatorinnen der diesjährigen Lesenacht, die Chefin Kersten Walter und Elisabeth Hoffmann, die aus Horst Ewers Buch „Wer alles weiß, hat keine Ahnung“ lasen und den Beifall ihrer zahlreichen Zuhörer sichtlich genossen. Viel Gelächter hallte auch über die sonst so ruhige Friederikenstraße aus dem Lesepavillon vor der Buchhandlung „Buch & Kunst“.

Diesen hatten Mitarbeiter der Stadtwerke am Morgen aufgebaut, weil die Räumlichkeiten der Buchhandlung unter Corona-Bedingungen nicht groß genug sind. Hier stellte Petra Mühlbauer das Buch „Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs“ von Nils Heinrich vor. Während „Buch und Kunst“ von der ersten Coswiger Lesenacht an dabei war, bot der in diesem Jahr eröffnete Friederike Treff 5 einen neuen Anlaufpunkt. Mit viel Spannung verfolgten die Zuhörer den Rossmann-Thriller „Der neunte Arm des Oktopus“.

In seinem neuen Domizil in der Schloßstraße 35 präsentierte der Heimatverein als Gast Horst Ließ mit Mundartgeschichten „Main Coswich vor sechßich, siebßich Jahr’n“. Auch das Simonetti-Haus, das Rathaus und die Nikolaikirche boten wie in jedem Jahr interessante Lesungen an und trugen zu dem thematisch und örtlich breit gefächerten Vorlese-Marathon-Programm bei.

Treffen vor dem Rathaus

Nach der letzten Lesung, gegen 22.30 Uhr, trafen sich Zuhörer und Akteure vor dem Eingangsportal des Rathauses. Und wie immer in den letzten Jahren war auch der Sportverein „Blau-Rot“ auf dem Platz, um die Versorgung mit Getränken und Bockwurst abzusichern. Unter den Lesepassinhabern wurden Preise verlost. Ein Thema beim gemütlichen Ausklang war auch, welche besonders schönen Orte die kleine Stadt an der Elbe bietet. (mz)

Ihr Lokalreporter:
 Paul Damm (pad), 
Telefon:  03491/45 88 24,
E-Mail: paul.damm@mz.de
Ihr Lokalreporter: Paul Damm (pad), Telefon: 03491/45 88 24, E-Mail: paul.damm@mz.de
(Grafik: MZ)