Impfen

Jetzt sind die über 70-Jährigen in Coswig dran

Der Coswiger Stadtrat spricht über das Impfzentrum und die Notbetreuung.

Von Paul Damm
Impfung Foto: Michael Kappeler/dpa

Coswig/MZ

- Seit über einem Monat besteht im Coswiger Impfzentrum die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Anfangs war die Nachfrage groß, doch inzwischen entscheiden sich immer mehr Einwohner für eine Spritze beim örtlichen Hausarzt. Das stellte Coswigs Bürgermeister Axel Clauß (parteilos) fest, der dieses Thema bei der Sitzung des Stadtrats am vorigen Donnerstag ansprach. Er habe Mitte März alle über 80-Jährigen aus dem Stadtgebiet von Coswig angeschrieben und das Angebot einer Corona-Schutzimpfung unterbreitet. Von jedem erhielt Clauß inzwischen eine Rückmeldung.

Allerdings handelte es sich dabei meist um Absagen, berichtet der Rathauschef am Donnerstag. „Nur 25 Prozent der angefragten Personen hatten das Impfangebot der Stadt Coswig angenommen.“ Wie Clauß vermutet, hänge das mit den Hausärzten zusammen, die seit Anfang April impfen dürfen. Aus diesem Grund war das städtische Impfzentrum recht zügig mit der Immunisierung der über 80-Jährigen durch und widmet sich nun der nächst jüngeren Altersgruppe. „Wir haben in Coswig bereits damit begonnen, die über 70-Jährigen zu impfen“, sagt Axel Clauß zufrieden.

Eine erfreuliche Entwicklung gebe es auch in Hinblick auf das Testzentrum, erklärt Clauß in der Sitzung des Stadtrats. Denn man benötigt momentan in vielen Geschäften und Einrichtungen einen aktuellen negativen Test, um hereingelassen zu werden. In Coswig arbeitet man nun daran, jeden Tag in der Woche eine Testmöglichkeit anzubieten. Clauß sagt: „Am Wochenende soll man sich auch bald auf das Coronavirus testen lassen können.“

Aufgrund der hohen Inzidenz wies Coswigs Bürgermeister seine Stadträte darauf hin, dass es bald zu einer Notbetreuung von Schülern und Kita-Kindern kommen könnte. „Wir und vor allem die Eltern haben schon Erfahrung in Sachen Notbetreuung“, betont der Rathauschef. Momentan erreichen mehrere solcher Anträge die Stadtverwaltung. Clauß berichtet, er werde weitsichtig planen, um die Eltern zu entlasten. „Sie müssen somit nicht jedes Mal aufs Neue einen Antrag einreichen.“