Stadtentwicklung

Weißenfelser Markt wird zur Baustelle. Stadt investiert elf Millionen Euro.

Weißenfels - Die Stadt Weißenfels will in diesem Jahr rund elf Millionen Euro aus ihrem Haushalt in Bauvorhaben investieren.

Von Andreas Richter 03.01.2017, 06:30

Die Stadt Weißenfels will in diesem Jahr rund elf Millionen Euro aus ihrem Haushalt in Bauvorhaben investieren. Darüber hat Andreas Bischoff, Leiter des für Bauprojekte zuständigen Fachbereichs der Stadt, informiert. Hinzu kommen etwa 2,5 Millionen Euro Fördermittel vom Land, die in Weißenfels zur Beseitigung der Schäden des Saale-Hochwassers 2013 eingesetzt werden.

Losgehen soll es mit der Baustelle auf dem Weißenfelser Markt im März

Allein im Bereich Tiefbau sind in diesem Jahr laut Bischoff 23 Baumaßnahmen geplant. Absoluter Schwerpunkt wird die bis Ende 2018 vorgesehene Sanierung der Oberfläche des Marktplatzes sein. Ende März soll es im nördlichen Bereich vor der Geschäftsstelle der Sparkasse losgehen. Allerdings werden bereits im Februar sichtbare Zeichen gesetzt: Die teils geschädigten Linden am Marktplatz werden fallen. Klar ist auch: Der jetzt vorhandene Brunnen wird auf dem neuen Markt mit Wasserspiel und in den Boden integrierten Leuchten keinen Platz mehr finden. Teile des Brunnens werden in die benachbarte Fischgasse versetzt.

Eine besondere Herausforderung für Händler, Gewerbetreibende und Autofahrer in der Innenstadt: Neben dem Markt wird von Ende März bis Ende November auch die Saalstraße im Zentrum neu gebaut. Die Abwasseranstalt wird neue Kanäle, die Stadtwerke werden Trinkwasserleitungen verlegen. Die Kommune wird Fahrbahnbelag und Straßenbeleuchtung erneuern.

Auch Hochwasserschäden sollen repariert werden

Darüber hinaus sind in Weißenfels weitere Maßnahmen zur Beseitigung von Hochwasserschäden geplant. So die Sanierung der Stützmauer in der Großen Deichstraße und die Erneuerung der Lobitzscher Straße im Ortsteil Uichteritz.

Im Bereich Hochbau bemüht sich die Stadt mit Hochdruck um Geld aus den Förderprogrammen Stark III und Stark V. „Wir haben es mit langwierigen Antragsverfahren zu tun“, weiß Carmen Rex, Abteilungsleiterin Hochbau bei der Stadt.

Nur ein Beispiel: Seit November 2015 läuft das Verfahren für den Neubau der Kindertagesstätte im Ortsteil Großkorbetha. Bis jetzt wartet die Kommune noch immer auf die Bewilligung von Fördermitteln aus dem Investitionsprogramm Stark III in einer Größenordnung von 1,6 bis 1,8 Millionen Euro.

Geht es nach der Stadt, dann sollen die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen. Starten werden in diesem Jahr ebenso die Arbeiten für den Ausbau der Grundschule in Tagewerben. Mit knapp einer Million Euro aus dem Stark-V-Fördertopf sollen hier die Voraussetzungen für eine Zusammenlegung der Kindertagesstätten aus Tagewerben und Reichardtswerben geschaffen werden. Die Bauvorbereitung soll im Frühjahr beginnen, Baustart soll dann in den Sommerferien sein.

Diese Bauprojekte starten außerdem ab Oktober 2018

Bei zwei anderen Vorhaben ist in diesem Jahr allerdings noch nicht mit einem Baubeginn zu rechnen. Noch bis Mai läuft das Antragsverfahren für die energetische Sanierung der Herder-Grundschule in der Neustadt. Stichtag für die Sanierung der Albert-Einstein-Schule ist der 15. Oktober dieses Jahres.

Technisches Rathaus wird sehr wahrscheinlich abgerissen

Sichtbare Veränderungen wird es hingegen 2017 rund um die Feuerwache in der Leopold-Kell-Straße geben. Nach Fertigstellung des Neubaus ist nun der Abriss des ehemaligen Technischen Rathauses geplant. Weil auf dem Gelände, auf dem sich einst ein Gasometer befand, mit Schadstoffen belasteter Boden vorgefunden wurde und vermutlich nach dem Abriss noch weiter vorgefunden wird, hat die Stadt Fördermittel für die fachgerechte Entsorgung beantragt. An der Stelle des früheren Technischen Rathauses soll ein Parkplatz für die Feuerwehr entstehen.

Das sind weitere Schwerpunkte der Stadt im Bereich Bauen

Weitere Schwerpunkte in 2017: Bis Mitte dieses Jahres soll der Ratssaal am Kloster barrierefrei ausgebaut werden, geplant sind der Fortgang der Bauarbeiten im Rathaus und die statische Sicherung des Südwest-Flügels im Schloss. Darüber hinaus stellt das Land 600 000 Euro für die statische Sicherung von Häusern in der Friedrichs- und Saalstraße zur Verfügung, die die Stadt im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Quartiers Alte Sparkasse erworben hat. (mz)