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Neues Kultur-Highlight im BurgenlankreisWeißenfelser Künstler-Duo wandelt auf Spuren von Willi Schwabe

Das Weißenfelser Duo Johannes Kunze und Reinhard Fekl wollen mit ihrer „Neuen alten Rumpelkammer“ Heimatgeschichte beleuchten.

Von Meike Ruppe-Schmidt 09.12.2023, 14:00
Johannes Kunze (r.) und Reinhard Fekl feierten mit ihrer „Neuen alten Rumpelkammer“  in Zorbau Premiere. Die zweite Vorstellung findet am 14. Dezember in Teuchern statt.
Johannes Kunze (r.) und Reinhard Fekl feierten mit ihrer „Neuen alten Rumpelkammer“ in Zorbau Premiere. Die zweite Vorstellung findet am 14. Dezember in Teuchern statt. Foto: Martin Müller

Weißenfels/Teuchern - Mit einer Laterne in der Hand steigt er hinauf auf den Dachboden, kramt aus einer Kammer allerhand alte Filme und Requisiten heraus, über die er dann erzählt. Der Schauspieler Willy Schwabe, der einst mit seiner „Rumpelkammer“-Sendung regelmäßig im DDR-Fernsehen zu sehen war, ist manchem Leser vielleicht noch in Erinnerung geblieben. Für Johannes Kunze und Reinhard Fekl ist er die Vorlage für ein neues Bühnenprogramm, welches die beiden jetzt auf die Beine gestellt haben.

„Neue alte Rumpelkammer“ heißt es. „Darin geht es zwar nicht um Filme, wohl aber um Geschichten“, erklärt Kunze. „Genauer gesagt drehen sich unsere Erzählungen und Bilder, die wir zeigen möchten, um die Heimatgeschichte der jeweiligen Orte in unserer Region“ erklärt Kunze.

Premiere in Zorbau

Als Requisite dient ihnen dafür neben einem Beamer und einer Musikbox eine alte, geheimnisvolle Kiste. „Sie enthält jeweils ortstypische Gegenstände, die wir dann in unsere Erzählungen einbauen.“ Eine erste Vorstellung des Duos aus Weißenfels gab es bereits im September beim Heimatverein in Zorbau. Am kommenden Donnerstag, 14. Dezember treten Kunze und Fekl dann im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treff im Grünen Baum“ in Teuchern auf. „Im Fokus steht dann natürlich die 1000-jährige Heimatgeschichte von der Stadt Teuchern, deren frühe Besiedlung durch fränkische Familien, die Entstehung des Töpferhandwerks und natürlich gehen wir auf den berühmten Sohn der Stadt, Reinhard Keiser, ein“, verrät Kunze.

Was ihnen bei allen Aufführungen wichtig ist: „Wir interagieren mit den Zuschauern, beziehen sie mit in die Vorführung ein. Und ganz wichtig ist immer auch die Musikalische Umrahmung. Bei uns wird mitgesungen und mitgemacht.“

Heimatgeschichte soll wieder mehr in den Fokus

Die Idee zu dem Programm kam den beiden bereits vor über einem Jahr. „Reinhard Fekl und ich sind alte Schulfreunde und haben über all die Jahre Kontakt zueinander gehalten.“ Als man auf den Ruhestand zuging, habe man sich überlegt, wie man die künftige freie Zeit sinnvoll nutzen könnte. „Reinhard war Schuldirektor und ich viele Jahre lang als Kulturmanager im Burgenlandkreis tätig“, so der 67-Jährige Kunze. „Insofern bestand von Hause aus das Interesse an der Kultur- und Heimatgeschichte. Außerdem sind wir beide Hobbyfotografen. Also hat sich eine solches Programm einfach angeboten.“

Zunächst war das Duo mit seiner fotografischen Vortragsreihe „Saalespaziergang“ in verschiedenen sozialen Einrichtungen wie Tagespflegen und Seniorenheimen zu sehen. „Mit der Rumpelkammer wollen wir unser Spektrum nun erweitern.“ Ihr Anliegen: Die Heimatgeschichte den Menschen wieder näher ins Bewusstsein zu bringen. „Das ist wichtig, weil Heimatgeschichte gerade bei jungen Leuten zur Nebensache geworden ist. Wir machen in der ganzen Welt Urlaub und surfen durch das globale Internet - aber den Reichtum unserer Heimat kennen wir nicht mehr.“ Ihn wollen die beiden Künstler mit ihrer „Neuen alten Rumpelkammer“ buchstäblich wieder ins Licht rücken.

„Neue alte Rumpelkammer“ beim „Treff im Grünen Baum“ am 14. Dezember um 18.30 Uhr in der Straße des Friedens 30 in Teuchern. Kontakt per E-Mail an [email protected].