Tellereisen gegen Waschbären, Füchse und Marder

Tellereisen gegen Waschbären, Füchse und Marder: Stadtjäger von Weißenfels warnt vor illegalen Fallen

Weißenfels - Der Weißenfelser Stadtjäger Armin Deubel hat davor gewarnt, mit unerlaubten Fallen Waschbären, Füchsen und Mardern nachzustellen.

07.08.2017, 06:16
Eine verbotene Tierfalle: ein sogenanntes Tellereisen
Eine verbotene Tierfalle: ein sogenanntes Tellereisen Polizeiinspektion Bayreuth-Land

Der Weißenfelser Stadtjäger Armin Deubel hat davor gewarnt, mit unerlaubten Fallen Waschbären, Füchsen und Mardern nachzustellen. Wie aus einer Mitteilung weiter hervorgeht, handelt es sich bei den unerlaubten Fallen um Tellereisen, die dem Tier schwere Verletzungen zufügen. Laut Deubel verfangen sich die Tiere meist mit der Pfote in dem Eisen und hängen oft stunden- oder auch tagelang in der Gerätschaft.

Deubel verweist auf einen jüngsten Fall in der Weißenfelser Gartenanlage „Am Mühlberg“. Ein Waschbär sei mitsamt Falle unterwegs gewesen und sei dann hängengeblieben. Gartenfreunde seien empört gewesen über diese kriminelle Art des Umgangs mit Lebewesen. Zudem stellten die Fangeisen eine Gefahr für Kleinkinder dar.

Stadt Weißenfels spricht von Tierquälerei und Wilderei

Deubel ruft in seinem Schreiben dazu auf, „gewissenlosen Bürgern das Handwerk zu legen“ und die Jagd nach Tieren mit Fangeisen anzuzeigen.

Nach Auskunft der Stadt Weißenfels geht es hier um Tierquälerei und Wilderei. Werden solche Fälle entdeckt, dann werde das Veterinäramt des Burgenlandkreises informiert. Bislang sei beim Ordnungsamt jedoch noch kein wie vom Stadtjäger geschilderter Fall offiziell gemeldet worden. (mz/ari)