Marienweihnacht in Weißenfels

Marienweihnacht in Weißenfels: Heimeliges am Fürstenhaus

Weißenfels - Zauberhafte Atmosphäre wird exportiert. Musik erklingt neben zahlreichen Ständen. Umzug wegen Bauarbeiten soll die Ausnahme bleiben.

Von Holger Zimmer 08.12.2016, 09:15

Kaum ein Durchkommen gab es bei der ersten Marienweihnacht vor vier Jahren zwischen Marktkirche und Kavaliershäusern. Zauberhafte und fantastische Geschenkideen, verführerische Düfte und eine besondere Atmosphäre lockten schon damals zahlreiche Gäste an. Das wünscht sich Uwe Brücker als Vorstandsmitglied des Vereins „Höfische Weihnacht“, der den Höhepunkt zum bereits fünften Mal mit der Stadt gemeinsam organisiert, auch an diesem Sonntag zwischen 11 und 19 Uhr.

Nur dass eben diesmal nicht der Platz an der Kirche zur Verfügung stehen wird, weil dort entweder noch gebaut wird oder ein Teilbereich noch nicht abgenommen werden konnte. Deshalb werden die Stände diesmal im Hof des Fürstenhauses platziert oder stehen teilweise auf dem Parkplatz davor. „Das soll eine Ausnahme bleiben“, meint Brückner, der natürlich weiß, dass das Markttreiben an der Kirche mit seinem ganz besonderen Flair nur schwer zu toppen sein wird. Und er hofft ebenso, dass das Singen der Chöre ab 16 Uhr in der Kirche wieder auf die Marienweihnacht ausstrahlt und sich Besucher und Sänger vor und nach dem Auftritt einen Gang über den Hof des Fürstenhauses nicht nehmen lassen.

Es gibt Gefilztes und Gestricktes und heimelige Atmosphäre

Zwischen den wunderschön illuminierten Ständen gibt es Dudelsackmusik und den passenden Whisky dazu. A-cappella-Gesang wird zu hören sein und die Combo Gurilly aus Erfurt spielt auf. Die Sippe vom weißen Felsen sowie die Osterländer Einung zeigen alte Handwerkstechniken. Liköre werden wieder im Angebot sein, bleiverglaste Scheiben gibt es zu kaufen, aber auch ein Töpferhof bietet seine Waren an. Es gibt Gefilztes und Gestricktes und heimelige Atmosphäre neben wärmenden Feuerschalen.

Uwe Brückner weiß, dass das Interesse groß ist und auch Auswärtige in Scharen in die Stadt kommen werden. Der Handel profitiert von der Marienweihnacht und das Image der Stadt insgesamt. Mit der Veranstaltung liege man im Trend. Und der Pub-Wirt denkt, dass solche kleinen Märkte sowie Angebote in verschiedenen Höfen besonders gut angenommen werden. Die Besucher stürzen sich gern in das Gewimmel, eben weil ihnen Besonderes geboten wird.

Verlegung in den Hof des Fürstenhauses

Für die Verlegung in den Hof des Fürstenhauses gibt es laut der Stadtverwaltung mehrere Gründe. Das habe im Zuge der Baumaßnahme an der Kirche mit lange andauernden archäologischen Ausgrabungen begonnen und sich über unerwarteten Bodenaustausch bis zu den ersten Frosttagen fortgesetzt. Laut Brückner hatte man die Idee für eine Marienweihnacht schon viele Jahre, aber sie ließ sich lange Zeit auch wegen Bauarbeiten wie bei der Sanierung der Kavaliershäuser nicht realisieren.

2012 gab es dann die Premiere an der Kirche, die stets im Mittelpunkt des wöchentlichen Markttreibens steht. Nun ist es ein Markt mit Kunsthandwerk sowie der Präsentation von Geschenkideen. „Diese Tradition wollten wir nicht abreißen lassen und können ja zumindest auch zur Marienkirche hi-nüber schauen“, sagt Brückner im Bewusstsein, dass man im kommenden Jahr an den ursprünglichen Standort zurückkehren kann. (mz)