Kulturprojekte in Weißenfels

Kulturprojekte in Weißenfels: Die Stadt greift in den Fördertopf

Weißenfels - Die Stadt Weißenfels hat insgesamt rund 19.000 Euro für die Förderung von Kulturprojekten in der Stadt ausgeschüttet.

Von Andreas Richter 24.03.2017, 09:15

Die Stadt Weißenfels hat insgesamt rund 19.000 Euro für die Förderung von Kulturprojekten in der Stadt ausgeschüttet. „Der Umfang der Kulturförderung hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht“, sagte Kulturamtsleiter Robert Brückner auf der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses, der über die Verteilung des Geldes auf die verschiedenen Vereine zu entscheiden hatte. Vor Jahren seien es noch 12.000 Euro gewesen, so Brückner.

17 Förderanträge lagen auf den Tischen des Kulturausschusses. Der größte Brocken: Der Kunstverein Brandsanierung erhält immerhin 5.400 Euro. Der Verein mit Sitz in der Novalisstraße hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit den verschiedensten Kunstprojekten auf sich aufmerksam gemacht.

Kulturprojekt in Weißenfels: Musical „Alban und die Königin“ hat am 5. Mai Premiere

Er erhält jedoch von der Stadt keine alljährlich wiederkehrende institutionelle Förderung, sondern muss jeweils wieder einen Antrag stellen, um finanzielle Unterstützung aus dem Topf zur projektgebundenen Förderung von Kulturvereinen zu erhalten. Zu den Vereinen, die jeweils 1.000 Euro aus dem städtischen Fördertopf erhalten, gehören unter anderem der Verein music art für sein Musical „Alban und die Königin“, das am 5. Mai Premiere hat, und die Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg, die in diesem Jahr wieder ein Kinder- und Familienfest veranstalten will.

Mit der gleichen Summe wird der Bootsverleih an der Saale unterstützt, der in der bevorstehenden Saison erneut zahlreiche Veranstaltungen - vom Schlagercafé bis zur Travestieshow - anbieten will.

Bürgerverein „Kloster St. Claren“ geht für die Neuauflage des Martinsmarktes im Novemberleer aus

Dabei konnte der Kulturausschuss nicht jeden Förderantrag in der erhofften Höhe befürworten. Wurde doch Geld in einer Summe von rund 24.800 Euro beantragt, also 5 800 Euro mehr als im Topf drin war. Der Bürgerverein „Kloster St. Claren“, der 1.000 Euro für die Neuauflage des Martinsmarktes im November beantragt hatte, ging sogar leer aus.

Die Stadt begründete ihren Vorschlag zur Ablehnung damit, dass bei der Premiere des Martinsmarktes immerhin Einnahmen durch den Eintritt in Höhe von rund 3.000 Euro erzielt worden seien. Damit könnten die anfallenden Ausgaben gedeckt werden, hieß es. (mz)